Derby: Ettmannsdorf gegen Burglengenfeld
Schwandorfer Clásico

Ein moderner Klassiker: Mit dem SC Ettmannsdorf und dem ASV Burglengenfeld treffen heute die beiden höchstklassigen Fußballmannschaften aus dem Schwandorfer Fußballkreis in Ettmannsdorf aufeinander. Daniel Bäumler (rechts) wird dabei fehlen. Der Abwehrmann des SC Ettmannsdorf sah beim Saisonauftakt die Rote Karte. Archivbild: Hirsch
Sport
Schwandorf
20.07.2016
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Es geht um die Vormachtstellung im Schwandorfer Fußball: Wer ist die beste Mannschaft im Kreis? Der SC Ettmannsdorf oder der ASV Burglengenfeld. Heute treffen die Lokalrivalen am zweiten Spieltag der Landesliga Mitte aufeinander.

Ettmannsdorf. (aho/bsb) Das erste Heimspiel in der neuen Saison beschert dem SC Ettmannsdorf einen echten Klassiker. Gegner ist der ASV Burglengenfeld, gegen den es in der Vergangenheit viele spannende Duelle gab. In der Landesliga spielte man zuletzt dreimal 0:0, einmal gewann der ASV 1:0 - ein Torfestival ist wohl auch heute nicht zu erwarten. Die Gastgeber sehen dem Match mit Freude entgegen und hoffen auf einen großen Zuschauerzuspruch.

Auftakt des SCE misslungen


In die neue Spielzeit sind beide Mannschaften völlig unterschiedlich gestartet. Während sich die Gäste gegen Hauzenberg klar durchsetzten, dabei clever und abgebrüht auftraten, verlor der SCE in Osterhofen unnötig 0:2. "Unser Auftakt ist völlig missglückt. Wir haben es nicht geschafft, uns gegen einen sehr hart spielenden Gegner durchzusetzen. Vorne hat uns wieder einmal die Durchschlagskraft gefehlt", monierte Timo Studtrucker. Nicht tragbar sei die Rote Karte für Daniel Bäumler gewesen, nachdem der sich in der Nachspielzeit mit dem Schiedsrichter angelegt hatte. Nun steht die Mannschaft frühzeitig unter Zugzwang und muss in dieser Phase auf den Defensivspieler verzichten.

Im Derby gegen den ASV Burglengenfeld, der nach Meinung des Ettmannsdorfer Trainers aus dem Gastspiel in der Bayernliga viel Erfahrung mitgenommen hat, sehen sich die Gastgeber in der Rolle des Außenseiters. "Der ASV ist individuell gut besetzt, er braucht nur wenig Chancen, um das Spiel zu entscheiden. Das macht die Aufgabe für uns schwerer", sagt Studtrucker. Zuletzt trafen die zwei Kontrahenten vor wenigen Wochen beim Küblböck-Turnier aufeinander. Die Elf von Matthias Bösl siegte klar, obwohl lange Zeit kein Klassenunterschied bemerkbar war.

Obwohl die Favoritenrolle beim Gast liegt, gehen die Platzherren optimistisch in die Begegnung. "Die Spieler sind heiß auf den Vergleich mit dem Nachbarn. Sie wollen das Spiel vor einer hoffentlich großen Kulisse gestalten und zeigen, was in ihnen steckt. Wir werden uns gut präsentieren", ist Studtrucker sicher. Das Abschlusstraining hat gezeigt, dass die Mannschaft trotz der Niederlage zum Auftakt gefestigt ist. Den positiven Eindruck will sie im Spiel unterstreichen. Nachdem Daniel Bohnert wieder dabei ist und auch der angeschlagene Marco Seifert trainieren konnte, steht bis auf den gesperrten Daniel Bäumler der gesamte Kader zur Verfügung.

ASV-Trainer Matthias Bösl freut sich auf die Partie: "Ich erwarte ein enges und im Ausgang offenes Landesliga-Spiel. Es treffen zwei gute Landesliga-Mannschaften aufeinander, die beide das Potenzial haben, eine gute Rolle zu spielen. Vor- und Nachteile sind da im Vorfeld nur marginal auszumachen." Er bezeichnet den großen Kader der Ettmannsdorfer als Vorteil, insbesondere in einer englischen Woche. Auch für die Vorbereitung blieb dem Studtrucker-Team mehr Zeit. "Für uns spricht der psychologische Moment. Ettmannsdorf will eine weitere Niederlage vermeiden. Wir könnten mit einem Punkt wunderbar leben. Vier Punkte wäre ein wunderbarer Start für uns", so Bösl.

Bösl will mehr Dynamik


Gegenüber dem ersten Spiel sieht der Trainer noch Steigerungsbedarf. "Nach vorne hin fehlte die Leichtigkeit und Spritzigkeit, die uns sonst auszeichnet. Wir werden versuchen, mehr Dynamik nach vorne zu entwickeln. Außerdem müssen wir wesentlich weniger Torchancen zulassen." Insbesondere in der Schlussphase musste die Burglengenfelder Hintermannschaft gegen den FC Sturm Hauzenberg einige kritische Phasen überstehen. Gegen den Lokalrivalen werden drei Spieler der Zweiten den ASV-Kader komplettieren. John Schihada steht vor der Rückkehr in die Mannschaft, wird heute aber noch fehlen. Wie Nico Scheibinger und Patrick Schleicher.

Der ASV ist individuell gut besetzt, er braucht nur wenig Chancen, um das Spiel zu entscheiden. Das macht die Aufgabe für uns schwerer.SC-Trainer Timo Studtrucker
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