Eishockey
devils durchaus forsch gegen DEL-Klub

Im zweiten Drittel brannte es häufig vor dem Kasten von Devils-Goalie Fabian Hönkhaus, der eine starke Leistung ablieferte. Insgesamt zogen sich die Weidener beim 1:5 gegen den letztjährigen DEL-Halbfinalisten Nürnberg Ice Tigers mehr als ordentlich aus der Affäre. Bild: Gebert
Sport
Schwandorf
12.09.2016
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Die Blue Devils haben sich gegen die Nürnberg Ice Tigers mehr als ordentlich verkauft. "Das war absolut in Ordnung, eine gute Leistung meiner Mannschaft", sagte Trainer Markus Berwanger nach dem 1:5 (0:1, 0:1, 1:3) gegen den letztjährigen DEL-Halbfinalisten. Den verdienten Ehrentreffer der Weidener erzielte Mirco Schreyer.

Weiden. Das Match gegen Kooperationspartner Nürnberg Ice Tigers war der sportliche Höhepunkt in der Vorbereitung der Blue Devils. Auch wenn der DEL-Klub einen Tag nach dem 2:1-Sieg gegen Ligakonkurrent Kölner Haie nicht komplett angetreten war, zeigte er schnelles Eishockey mit tollen Kombinationen. "Die Nürnberger haben nicht auf Zauberei gemacht, auch die waren am Anschlag", erklärte Markus Berwanger, der für seine Mannschaft viel Lob parat hatte: "Wir haben gut verteidigt und uns zu keinem Zeitpunkt hängen lassen. Und wer gut verteidigt, bekommt auch gegen einen stärkeren Gegner seine Torchancen."

Bei der Generalprobe für den DEL-Start am Freitag, 16. September, gegen die Augsburger Panther fehlten bei den Ice Tigers fünf namhafte Akteure. Der deutsche Nationalspieler und letztjährige DEL-Topscorer Patrick Reimer, die Kanadier Steven Reinprecht (713 NHL-Spiele) und Andrew Kozek, der US-Amerikaner David Steckel (456 NHL-Einsätze) sowie Torwart Jochen Reimer waren in Nürnberg geblieben.

Im Kasten der Ice Tigers stand Philip Lehr, der mit einer Förderlizenz ausgestattet ist und am Sonntag in Bayreuth (siehe Bericht unten) für die Blue Devils zum Einsatz kam. Mit Valentin Busch, Vladislav Filin und Jens Meilleur stürmten bei Nürnberg drei weitere Förderlizenzspieler. "Philip Lehr ist eine Option für uns, weil Bayreuth schon vier Torhüter im Aufgebot hat. Bei den Feldspielern ist eher Bayreuth am Zug", erklärte Berwanger. DEL2-Aufsteiger Bayreuth Tigers ist ein weiterer Kooperationspartner der Nürnberger.

Auch ohne die fehlenden Spieler standen bei den Mittelfranken noch genügend "Hochkaräter" auf dem Eis. Allen voran Philippe Dupuis, der in der NHL 116 Mal für Colorado Avalanche und die Toronto Maple Leafs stürmte. Der 31-jährige Kanadier zeichnete sich als dreifacher Torschütze aus. Bereits nach 43 Sekunden erzielte Dupuis das 1:0, als er in Linksaußenposition die Scheibe nach einem Pass von Verteidiger Daniel Syvret (69 NHL-Spiele) perfekt mitnahm, nach innen zog und Devils-Goalie Fabian Hönkhaus keine Abwehrchance ließ. Über NHL-Erfahrung verfügen außerdem die Abwehrspieler Brett Festerling (89 Spiele), Colten Teubert (24) und Jesse Blacker (1) sowie Stürmer Brandon Segal (103).

Die Blue Devils ließen sich vom frühen Rückstand nicht entmutigen. Sie stemmten sich den Angriffen des haushohen Favoriten entgegen und starteten, so bald sich eine Möglichkeit ergab, gefährliche Konter. Der Finne Jussi Tapio, der an der Seite von Matt Abercrombie und Patrick Schmid sein Debüt im Devils-Trikot gab, hätte seinen Einstand schon in der zweiten Minute krönen können, doch er scheiterte freistehend an Philip Lehr. Mit dem ersten Auftritt von Tapio war Coach Berwanger zufrieden. "Man sieht, dass er Eishockeyspielen kann."

Gästegoalie Lehr vereitelte eine weitere Großchance von Martin Heinisch (8.) und auch zu Beginn des zweiten Abschnitts verhinderte er zwei, drei Mal den Ausgleich. So ab der 25. Minute verlagerte sich dann das Geschehen weitgehend ins Weidener Abwehrdrittel. Die Nürnberger übten Dauerdruck aus, doch Fabian Hönkhaus ließ sich nur von Dupuis (31.) überlisten.

Im Schlussabschnitt löste Daniel Huber den starken Fabian Hönkhaus im Weidener Kasten ab. Das Spitzenteam der DEL gab weiterhin richtig Gas und kam durch Dupuis (45.), Leonhard Pföderl (49.) und Marcus Weber (57.) zu den drei weiteren Treffern. Dazwischen durften auch die Weidener Anhänger unter den etwa 1000 Zuschauern jubeln: Mirco Schreyer (57.) gelang mit dem zwischenzeitlichen 1:4 der verdiente Ehrentreffer.

StatistikBlue Devils - Nürnberg 1:5

Blue Devils Weiden: Hönkhaus (ab 41. Huber) - Herbst, Nägele, Willaschek, Synowiec, Sevo, Salinger - Siller, Jirik, Heinisch, Tapio, Abercrombie, Schmid, Waldowsky, Kirchberger, Babic, Schreier, Zellner, Schreyer, Kroschinski

Nürnberg Ice Tigers: Lehr - Festerling, Syvret, Blacker, Mebus, Martinovic, Weber, Teubert - Busch, Buzas, Segal, Y. Ehliz, Pfleger, Filin, Möchel, Meilleur, Dupuis, Pföderl

Tore: 0:1 (1.) Dupuis (Syvret), 0:2 (31.) Dupuis (Möchel, Segal), 0:3 (45.) Dupuis (Segal), 0:4 (49.) Pföderl (Pfleger, Filin), 1:4 (57.) Schreyer (Tapio, Schreier), 1:5 (57.) Weber (Y. Ehliz, Buzas) - SR: Schimm - Zuschauer: 929 - Strafminuten: Weiden 4, Nürnberg 6
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