Favorit am Rand der Niederlage
Schachklub: Herren verpassen Überraschung knapp

Jürgen Lautner errang für die erste Mannschaft de Schachklubs Schwandorf einen Sieg. Trotzdem reichte es nicht, um die Überraschung gegen Bavaria Regensburg perfekt zu machen. Bild: sts
Sport
Schwandorf
30.01.2016
37
0

Für die erste Mannschaft des Schachklubs Schwandorf setzte sich im neuen Jahr der bisherige schlechte Saisonverlauf nahtlos fort. Am fünften Spieltag verpasste das Team einen möglichen Sieg gegen den Tabellenzweiten der Regionalliga Nord-Ost, SC Bavaria Regensburg.

Mit dem Tabellenzweiten und Meisterschaftsfavoriten aus der Domstadt hatten die Denksportler eine sehr schwere Aufgabe zu lösen. Zunächst gerieten die Schwandorfer in Rückstand, nachdem sich Stephan Stöckl (Brett 3) in der Eröffnung überrumpeln ließ und aufgeben musste. Doch der Schachklub ließ sich nicht entmutigen: Jürgen Lautner (Brett 5) zeigte eine starke Leistung und zwang seinen favorisierten Gegner souverän zur Aufgabe.

Werner Mühling (Brett 7) brachte die Schwandorfer im Anschluss mit einem schön heraus gespielten Sieg mit 2:1 in Führung. Anschließend endete die Partie am Spitzenbrett von Peter Zvara mit einem gerechten Unentschieden. Dadurch sah alles nach einem Überraschungserfolg für Schwandorf aus, denn in den noch verbliebenen Partien stand man sehr vielversprechend. Doch nach über vier Stunden kippte auf einmal der ganze Wettkampf.

Vielversprechende Stellung


An Brett 2 hatte sich Dr. Norbert Barth ein vielversprechende Stellung erspielt. Doch er ließ diese Chancen aus und die Partie endete mit einer Punkteteilung. Ernst Dotzauer (Brett 8 ) kämpfte lange verbissen in einer aussichtslosen Stellung und wurde zunächst dafür belohnt, denn sein Kontrahent vergab seinen Vorteil wieder. Die Partie war wieder in der Remisbreite, doch eine Unachtsamkeit brachte Dotzauer die Niederlage ein. Damit stand es 3:3. Auch Johannes Paar (Brett 6) versuchte alles, um seine Partie erfolgreich zu gestalten. Allerdings scheiterten alle Gewinnversuche an der zähen Verteidigung seines Gegners, so dass Paar ins Unentschieden einwilligen musste. In der letzten noch laufenden Partie agierte Martin Rieger (Brett 4) in schwieriger Position und mit ständigen Zeitnotproblemen. Lange hielt er dem Druck stand und hatte das Unentschieden vor Augen, doch dann griff er fehl und musste aufgeben.

Knapp verloren


Damit stand die denkbar knappe und 3,5:4,5-Niederlage fest. Damit rutscht der SK Schwandorf mit nun 2:8 Punkten auf den vorletzten Platz ab hinter Altensittenbach (4:6) und Erlangen II (3:7), aber noch vor Bechhofen (1:9). Am 31. Januar hat das Team gegen die SG Büchenbach/Roth, die mit 8:2 Punkten hinter Bavaria Regensburg (9:1) zurzeit auf dem zweiten Platz rangiert, erneut ein schweres Heimspiel.

Die zweite Mannschaft bleibt dagegen in der Kreisliga I Nord weiter erfolgreich und hat nun sogar Chancen auf den Meistertitel. Gegen den SC Hirschau gelang ein unerwartet hoher und letztlich auch ungefährdeter 5,5:0,5-Erfolg. Nach einem schnellen Partiegewinn von Karl Schönberger ließ Karlheinz Obermeier ein Unentschieden folgen. Die Führung baute Daniel Scharf weiter aus, und Artur Olsza stellte mit seinem Sieg den Mannschaftserfolg sicher. Günter Jehl und Christian Elitzke sorgten mit weiteren Siegen an den Spitzenbrettern für einen in dieser Höhe nicht erwarteten Erfolg. Mit nun 7:3 Punkten rückte der SK Schwandorf II auf den zweiten Platz hinter Weiden II (8:2) und vor Amberg-Haselmühl II (6:4) sowie Bad Kötzting III (5:5). Am 14. Februar reisen die Schwandorf am vorletzten Spieltag nach Bad Kötzting, bevor in der Schlussrunde Weiden II zu Gast in Schwandorf ist.

In der Kreisliga II Nord war Tabellenführer Weiden III zu stark für die dritte Mannschaft und entführte mit 3,5:1,5 beide Punkte. Nach der Niederlage von Walter Adlhoch konnte Maximilian Stöckl mit seinem Sieg ausgleichen. Doch nach der unglücklichen Pleite von Dominik Helbling war der Kampf gelaufen, da sich auch schon der Partieverlust von Sebastian Knobel abzeichnete. Zuvor trennte sich noch Bernd Eichinger mit einem verdienten Unentschieden von seinem Gegenüber. Die dritte Mannschaft bleibt mit 5:5 Zählern in der Tabelle weiter auf Rang drei hinter Weiden III (8:2) und Oberviechtach III (7:3). Am 14. Februar muss das Team bei SF Luhe-Wildenau II antreten.
Weitere Beiträge zu den Themen: Schach (66)Schachklub Schwandorf (21)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.