Fußball
Hesls Rückkehr nach Fürth

Sein Wort hat bei Arminia Bielefeld Gewicht: Wolfgang Hesl ist Stammtorhüter bei den Westfalen. Am Freitag kehrt der Schwarzenfelder zu seinem ehemaligen Klub Greuther Fürth zurück. Bild: dpa
Sport
Schwandorf
23.11.2016
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In Fürth hatte Wolfgang Hesl eine tolle Zeit als Profi-Torwart. Er bestritt 17 Spiele in der ersten Liga. War danach in Liga zwei auch Mannschaftskapitän. Doch im Sommer 2015 erfolgte plötzlich der Wechsel zu Arminia Bielefeld. Am Freitagabend kehrt der Oberpfälzer wieder zu seinem Ex-Klub zurück.

Bielefeld. Ein klein wenig mulmig war ihm schon: "Ich wusste ja nicht, wie die Zuschauer reagieren." Sie reagierten wunderbar. "Es gab sogar Applaus", erinnert sich Wolfgang Hesl. Im November vergangenen Jahres kehrte der Keeper aus Schwarzenfeld (Kreis Schwandorf) erstmals für ein Punktspiel zu seinem Ex-Klub Greuther Fürth, für den er von 2012 bis 2015 spielte, zurück. Im Sommer vorher war der Oberpfälzer kurzfristig vom Frankenland nach Westfalen gewechselt.

Nicht mehr viele da


Etwas emotionsloser dürfte die zweite Auflage der Rückkehr am kommenden Freitag (18.30 Uhr) werden. "Ich habe schon noch den einen oder anderen Kontakt, aber viele Spieler aus meiner Zeit sind nicht mehr da." Den schnellen Abschied aus Fürth, die damalige Hinhaltetaktik des Zweitligisten bei einer möglichen Vertragsverlängerung hat der 30-Jährige längst ad acta gelegt. "Ich musste mich damals einfach entscheiden." Und da kam das Angebot aus Bielefeld, zum damaligen Aufsteiger zu wechseln.

Gefährliches Gefühl


Hesl und die Arminia schafften in der ersten Saison den Klassenerhalt, in dieser Spielzeit lief es allerdings holprig an. "Das Gefährliche an der Situation war, dass wir nicht das Gefühl hatten, unten drinzustehen." Die Spiele waren gar nicht so schlecht, immer wieder gab es unentschieden, wurde nur unglücklich verloren. Dabei wurde die Lage immer bedrohlicher. Die Verantwortlichen reagierten und wechselten vor zwei Wochen den Trainer. Jetzt hat Jürgen Kramny das Sagen. "Man sieht natürlich, dass er als ehemaliger Profi viel Erfahrung hat." Er wisse, wie die Spieler ticken, sagt Hesl über den 45-Jährigen, der Anfang der 1990er-Jahre auch für den 1. FC Nürnberg spielte. Die Arminia gewann zuletzt das erste Kramny-Spiel gegen Heidenheim mit 2:1 und verließ die Abstiegsränge.

Hesls Vertrag auf der Bielefelder Alm läuft am Saisonende aus. "Ich könnte mir durchaus vorstellen zu bleiben", sagt er. Vor einigen Wochen wurde schon ein loser Gesprächstermin vereinbart, aber aufgrund der Entwicklung in Sachen Trainer verschoben. "Ich denke, im Wintertrainingslager in Portugal werden wir uns konkret unterhalten", meint Hesl. Da kann er sich zuvor im Weihnachtsurlaub bei seiner Frau Stephanie und der kleinen Tochter in Schwarzenfeld die ein oder andere Gesprächsstrategie festlegen.

Ohnehin zählt erst einmal die Partie am Freitagabend. Die Fürther gehen dabei auch mit einem neuen Trainer ins Spiel. Janos Radoki löste in dieser Woche Stefan Ruthenbeck ab. "Ich kenne Radoki nicht näher, er hat zu meiner Fürther Zeit im Nachwuchsbereich gearbeitet", sagt Hesl.

Eines weiß der Oberpfälzer aber sicher: "Unsere Scouts können die Fürther Spielbeobachtungen wohl wegschmeißen." Neuer Trainer - andere Strategie.
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