Fußball
Kein Mut und zu passiv

Sport
Schwandorf
18.04.2016
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Je eine Rote Karte für beide Mannschaften, keine Tore. 0:0 endete die Partei des SC Ettmannsdorf beim SV Mitterteich. Dennoch war SC-Trainer Timo Studtrucker mit dem einen Punkt zufrieden.

Mitterteich. Die Erfolgsserie des Fußballlandesligisten SV Mitterteich (10./40) hält weiterhin an. Mittlerweile sind die Stiftländer seit sieben Runden ungeschlagen. Im Oberpfalzderby gegen den SC Ettmannsdorf (8./42) reichte es lediglich zu einer mageren Nullnummer. Sowohl Reinhold Schlecht, Trainer der Heimelf, als auch Kollege Timo Studtrucker waren sich nach der eher durchwachsenen Begegnung über eine gerechte Punkteteilung einig.

"In Mitterteich soll meine Mannschaft einfach guten Fußball spielen", lautete die Vorgabe von SC-Coach Timo Studtrucker. "Aber katastrophale Platzverhältnisse ließen das nicht zu. Über 90 Minuten habe ich meine Mannschaft besser gesehen. Allerdings hat sie es versäumt die zeitlich begrenzte Überzahl nicht zu nutzen. In dieser Phase war sie nicht mutig genug und zu passiv. Mit dem Punktgewinn kann ich leben." In die gleiche Kerbe schlägt SV-Trainer Reinhold Schlecht. "Die Mannschaft hat sich den Zähler redlich verdient. Nach dem schweren Spiel am Mittwoch ging sie im ersten Abschnitt an ihre körperlichen Grenzen, leistete sich viele Fehler und Unkonzentriertheiten. Diese gipfelten in der Roten Karte kurz vor der Halbzeit."

Der Spielverlauf des ersten Abschnittes ist schnell erzählt. Beide Mannschaften waren darauf bedacht keine Fehler zu machen. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab, zwingende Torchancen blieben Mangelware. Erneut griff die Heimelf zu ihrem bewährten System mit langen Bällen den Gegner zu überrumpeln. Aber Stefan Meisel und Manuel Dürbek waren bei der aufmerksamen Gästeabwehr um Ex-Profi Florian Tausendpfund gut aufgehoben. Erst kurz vor der Pause prüfte Martin Bächer erstmals Gästetorwart Tim Ebner. Negativer Höhepunkt einer schwachen ersten Hälfte war die berechtigte Rote Karte für Matthias Männl. Von hinten grätschte er dem einschussbereiten Marco Seifert in die Beine und verhinderte als letzter Mann eine hundertprozentige Torchance.

45 Minuten in Unterzahl das konnte nicht gut gehen, dachten auch die Zuschauer. Aber die Hausherren belehrten sie eines Besseren. Mutig stemmten sie sich gegen die anrennenden Gäste und erarbeiteten sich selbst einige vielversprechende Angriffe, die aber nichts brachten. In dieser Phase versäumte es der Sportclub, entscheidend Kapital aus der nummerischen Überlegenheit zu schlagen. SV-Trainer Schlecht sah sein Team sogar ebenbürtig. Als Lukas Strahl in der 64. Minute nach einem unmotivierten Foul an der Mittellinie ebenfalls den Roten Karton sah, war die Partie ausglichen. Je eine gute Möglichkeit bot sich den Kontrahenten dennoch. Zunächst entschärfte SC-Keeper Tim Ebner einen verdeckten Schuss des eingewechselten Markus Broschik. Kurz vor dem Ende bewies sein Gegenüber Fabian Scharnagl sein Können gegen den alleine vor ihm auftauchenden Marco Seifert.
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