Fußball
Schwer verdaubarer Happen

Den Burglengenfelder Ibrahim Hezer (gelb) versuchen mit Erkan Kara, Daniel Bäumler und Lukas Strahl (von links) drei Ettmannsdorfer zu stoppen. Nach 90 Minuten teilten sich die Mannschaften mit einem 0:0 die Punkte. Bild: Eger
Sport
Schwandorf
07.11.2016
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Drei von fünf Derbys zwischen dem ASV Burglengenfeld und dem SC Ettmannsdorf endeten in den vergangenen drei Jahren 0:0. Seit Sonntag sind es vier von sechs.

Burglengenfeld. Wie ASV-Trainer Matthias Bösl vor dem Spiel prophezeite, war das Spiel kein fußballerischer "Leckerbissen". Um im Bild zu bleiben: Es war eher ein schwer verdaubarer Happen. Dennoch lieferten sich die Mannschaften bei schlechtem Wetter einen engagierten Kampf.

Lukas Rothut hatte für die Gäste die erste gute Torchance. Nach einem langen Ball in die Spitze blieb er Zweikampfsieger gegen Jan Zempelin und kam an den Ball. Rothut hob ihn aber über die Latte (4.). Die erste Möglichkeit für den ASV vergab Christoph Dietrich. Nach einem Angriff über die linke Seite und einem Pass durch den Ettmansdorfer Strafraum, traf Dietrich den Ball mit dem linken Fuß nicht gut - keine Gefahr für SC-Tormann Christian Zitzl (9.). Kurz darauf kam Ibrahim Hezer aus gleicher Position zum Abschluss. Mit dem rechten Fuß zog er kompromisslos ab, schoss den Ball aber weit über das Tor (13.). Der Rest der ersten Hälfte verlief unspektakulär und bot nur noch wenige und keine hochkarätigen Torchancen auf beiden Seiten. Die Abwehrreihen standen kompakt.

Kurz nach Wiederanpfiff belebte die Einwechslung von Jens Sollfrank das Offensivspiel des SC. Erst kurz auf dem Platz, hatte er das 0:1 auf dem Fuß. Nach einer Flanke in den Strafraum kam Sollfrank frei zum Schuss, geriet aber in Rücklage und schoss den Ball weit über das Tor (54.). Im direkten Gegenzug kam Hezer ebenso frei an der Strafraumgrenze zum Abschluss, verzog den Ball aber (55.).

Auf der anderen Seite hatte erneut Sollfrank eine gute Gelegenheit. Im Strafraum kam er zum Abschluss, konnte den Ball aber auch nicht gut platzieren. Die letzte Möglichkeit, das Spiel doch noch zu entscheiden, hatte Hezer mit einem Fernschuss - Zitzl lenkte den Ball zur Ecke ab (87.).

Nach der Partie sagte SC-Trainer Timo Studtrucker: "Es waren keine spielerischen Hochglanzpunkte im Spiel, aber viel Kampf. Das ist das, was uns derzeit auszeichnet. Ich kann nur sagen, dass meine Mannschaft über 90 Minuten wahnsinnig diszipliniert und konzentriert gespielt hat. Wir haben uns nicht auf die Stärken des Gegners auf den einzelnen Positionen versteift. Wir haben sehr kompakt agiert in der ersten Halbzeit, waren bissig, waren aggressiv. Wir haben auch immer versucht, unser Spiel nach vorne zu generieren - einfach und geradlinig. Wenn ich die Chancen so sehe, sind wir nicht in der Hinterhand. Und deswegen ist es ein verdienter Punkt."

Auch für ASV-Trainer Matthias Bösl war viel Kampf im Spiel, aber auch viel Krampf. "Ich habe von meiner Mannschaft genau eine rausgespielte Chance gesehen. Es gab auf beiden Seiten wenige Torraumszenen. Es war insgesamt eines der schwächsten Spiele, die wir hier gesehen haben. Für uns wird es nicht leichter in den verbleibenden Spielen bis zur Winterpause, weil die Kampfspiele intensiver werden. Heute war es ein gerechtes Unentschieden."

Es waren keine spielerischen Hochglanzpunkte im Spiel, aber viel Kampf. Das ist das, was uns derzeit auszeichnet.Timo Studtrucker, Trainer SC Ettmannssdorf
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