Kreisklasse West
Die Wundertüte aus Trausnitz

Sport
Schwandorf
10.09.2016
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Sie schafften den Klassenerhalt in allerletzter Sekunde. In dieser Kreisklassen-Saison überrascht der TSV Trausnitz positiv. Offizielles Ziel ist erneut der Ligaerhalt. Bei einem Sieg gegen die Eintracht wäre der TSV aber ganz vorne dabei.

Der SV Kemnath a.B. (1./18) marschiert in der Kreisklasse West von Sieg zu Sieg. Am 7. Spieltag hat der Absteiger Aufsteiger SV Leonberg (10./7) zu Besuch am Buchberg und peilt einen weiteren Dreier an. Dadurch, dass sich die Verfolger TV Nabburg (3./11) und SV Haselbach (2./13) duellieren, könnte die Elf von Max Birner und Manuel Rom den Fünf-Punkte-Vorsprung unter Umständen sogar ausbauen.

Das Überraschungsteam ist derzeit der TSV Trausnitz (4./10), aber auch eine Wundertüte. Mit Eintracht Schwandorf (8./7) gastiert ein weiteres hoch gehandeltes Team im Pfreimdtal, wo der Gastgeber bisher noch keine Bäume ausriss. Noch nicht so richtig in Fahrt kam bisher der SV Trisching (6./8), der aber gegen die SG Schwandorf II/ Ettmannsdorf III (11./6) einen Schritt in die richtige Richtung machen will. Ins gesicherte Mittelfeld will die SpVgg Pfreimd II (9./7) mit einem Heimsieg über Schlusslicht SC Weinberg (14./4) aufschließen, der SV Diendorf (12./6) beim SC Kreith (5./9) auf keinen Fall leer ausgehen.

TSV Klardorf Sa. 16.00 TV Wackersdorf

Die Klardorfer sind vor den Gästen durch deren Überraschungssieg bei der Eintracht gewarnt. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung wie in den letzten Spielen hält TSV-Trainer Mario Eckl einiges für möglich. Ziel ist es, am vorderen Mittelfeld dranzubleiben. Bemmerl und Paluch kehren in den Kader zurück. Für die Gäste steht das nächste Derby in Klardorf an. Dabei muss TV-Trainer Dieter Rachner aufgrund von Urlaubern und Verletzten wieder umdisponieren. Dennoch wollen die "Knappen" dreifach punkten, um sich dem Mittelfeld anzunähern. Wenn es gelingt, die Schlüsselspieler des Gastgebers auszuschalten, sollte dies möglich sein.

SpVgg Pfreimd II So. 13.15 SC Weinberg

"Meine Mannschaft zeigte in Diendorf nach der frühen Roten Karte Moral und Willen, sie wollte unbedingt die drei Punkte holen", sagt Pfreimds Spielertrainer Tobias Bernklau zufrieden. Jetzt gilt es am Sonntag zu Hause gegen Weinberg nachzulegen, auch wenn die Personalsituation eher angespannt ist. Die Gäste wären dagegen schon mit einem Punkt zufrieden, obwohl sie eigentlich schon unter Siegzwang stehen. Die Spielerdecke ist nach wie vor sehr dünn, weshalb Trainer Richard Wagner kaum Alternativen bleiben. Da der SC Weinberg nächste Woche spielfrei ist, wäre der letzte Platz bei einer Niederlage für längere Zeit gebucht, das will der SC verhindern.

TV Nabburg So. 15.15 SV Haselbach

Trotz des Remis konnte der TV Nabburg den dritten Platz verteidigen. Im Heimspiel gegen Haselbach besteht die Möglichkeit, diese Position zu verbessern, allerdings sind die Gäste das bisher auswärtsstärkste Team der Liga. Deshalb ruhen die Nabburger Hoffnungen auf einer ähnlich starken Defensivleistung wie zuletzt, um die Gäste-Torjäger Frank und Tschoritsch an die Kette zu legen. Vorne sollen die Chancen besser genutzt werden. Nach der extrem bitteren Heimniederlage gegen Trausnitz verbessert sich bei den Gäste die Personalsituation leicht. Im Spitzenspiel wollen die Haselbacher auf Sieg spielen, um den Ausrutscher wettzumachen.

TSV Trausnitz So. 15.15 Eintr. Schwandorf

TSV-Trainer Gerry Lösch zitiert Otto Rehhagel. "Es gibt keine alten und jungen Spieler, es gibt nur gute und schlechte Spieler, und bei uns stimmt derzeit diese Mischung." Die Trausnitzer wollen jetzt weiter fleißig Punkte gegen den Abstieg sammeln und die Euphorie aus dem Haselbacher Match mit ins Spiel gegen die Eintracht nehmen, wobei verlieren verboten ist. Torjäger Bernd Jäckel ist im Urlaub und Langmann ist verletzt. Wiedergutmachung ist bei den Gästen nach der unerwarteten Niederlage gegen Wackersdorf angesagt. Eintracht-Trainer Tom Stenzel fordert eine konzentrierte und geschlossene Teamleistung gegen einen Gegner, der seiner Truppe alles abverlangen wird. Er hat alle Spieler zur Verfügung.

SV Trisching So. 15.15 SG SAD/Ettmanns. III

Trischings Trainer Martin Heimler war bei der Nullnummer gegen Klardorf mit der kämpferischen Leistung seiner Mannschaft voll zufrieden, nur fehlte wieder das Quäntchen Glück zum Sieg. Die jungen Spieler machen erkennbare Fortschritte, so der SV-Coach, der hofft, gegen die SG Schwandorf/Ettmannsdorf mit Vollgas das Glück des Tüchtigen erzwingen zu können. Rehorz ist wieder im Kader. Die Gäste aus der Kreisstadt waren geschockt als sie gegen Kreith eine 3:0-Führung noch verspielten. Trainerin Isabell Rokitte musste während der Woche die Truppe aufrichten, aber die Stimmung ist weiter ungebrochen gut. In Trisching rechnet sich die SG durchaus etwas aus.

SC Kreith So. 15.15 SV Diendorf

Mit der schweren Verletzung des zuletzt überragenden Seebauer musste der SC Kreith den Sieg in Schwandorf teuer bezahlen. Gegen Diendorf rechnet SC-Trainer Ernst Schubert mit einem Gegner, gegen den es schwer wird, die Siegesserie fortzusetzen. Aber der Coach ist auch zuversichtlich und glaubt, mit Verbesserungen in verschiedenen Bereichen erneut punkten zu können. Durch die Rückkehr der Innenverteidiger Held und Westiner soll erstmals die Null stehen. "In Kreith stehen wir nach dem schwachen Auftritt gegen Pfreimd schon wieder unter Zugzwang", seufzt SVD-Trainer Udo Braunschläger, der weiß, dass es sehr schwer wird, dort zu punkten, zumal gegen den dreimal in Folge siegreichen Gastgeber noch viele Akteure ausfallen. Um zu punkten, fordert er eine andere Einstellung.

SV Kemnath/Buchb. So. 15.15 SV Leonberg

Das Kemnather Trainer-Duo Max Birner und Manuel Rom trichtert ihrer Truppe ein, nach dem Traumstart den Gast auf keinen Fall zu unterschätzen und ernst zu nehmen. Die Buchbergelf will die Heimstärke erneut beweisen, defensiv besser stehen und kein Gegentor kassieren. Für Leonbergs Trainer Armin Rank ist das Match beim verlustpunktfreien Spitzenreiter als Aufsteiger das leichteste Spiel der Saison. "Nach drei Spielen ohne Niederlage und Gegentor können wir das Match durchaus entspannt angehen", meint der SV-Coach locker und fügt hinzu: "Vielleicht gelingt uns ja eine Überraschung und wir nehmen einen Punkt mit".
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