Regionalliga Bayern
FC Amberg wacker gegen Burghausen

Sport
Schwandorf
06.05.2016
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Amberg. Nach 921 Minuten endlich mal wieder getroffen, doch dann wurde es erneut nur ein Punkt: Nach dem 1:1 beim TSV Rain am Lech ist der FC Amberg auf Rang 17 und damit einen direkten Abstiegsplatz der Regionalliga Bayern abgerutscht. Den Klassenerhalt aber hat der Aufsteiger noch immer im Hinterkopf.

Doch an diesem 32. Spieltag kommt mit Wacker Burghausen ein richtig dicker Brocken nach Amberg. Anstoß für das ungleiche Duell im vorletzten Heimspiel der Saison ist am Freitag um 18.30 Uhr.

Die Oberbayern sind Tabellendritter und haben derzeit vier Punkte Rückstand auf Jahn Regensburg. Dabei wäre für Wacker, das mit erst 29 Gegentoren die zweitbeste Defensive der Liga stellt (nur Unterhaching hat einen Treffer weniger kassiert), eigentlich sogar mehrfach Platz eins möglich gewesen. Die Mannschaft von Ex-Profi Uwe Wolf, aufgrund seiner Zeit in Mexiko auch "El Lobo" ("Der Wolf") genannt, hätte sogar ein kleines Polster auf Jahn Regensburg, wäre da nicht diese Negativserie zwischen dem 24. und 27. Spieltag gewesen, in der Burghausen vier Spiele am Stück verlor. Auch aus dem Gipfeltreffen mit dem Tabellenführer ging Wacker als Verlierer hervor. Durch den 2:1-Sieg zuletzt gegen Augsburg und den gleichzeitigen Ausrutscher des Jahn gegen den FC Bayern München II ist man aber plötzlich wieder dran und hat noch lange nicht aufgegeben. "Wir spielen weiter um die Relegation, es ist noch alles möglich", knurrt Wolf kampfbereit. Und so wollen die Burghausener auch gegen Amberg keine Gnade walten lassen.

Dass der FC nach dem Ende der Torflaute wieder Selbstbewusstsein getankt hat, nimmt man an der österreichischen Grenze gelassen hin. "Bei allem Respekt für den Gegner: Wir fokussieren uns nur auf uns. Amberg braucht natürlich auch jeden Punkt, aber ob die jetzt im letzten Spiel nach langer Zeit wieder getroffen haben oder nicht, interessiert mich nicht", so Wolf. Auch dass es möglicherweise gegen eine schwarz-gelbe Mauer gehen wird, sieht der 48-Jährige gelassen: "Entscheidend ist, dass wir gewinnen. Timo Rost wird sich seine Gedanken gemacht haben, wie er gewinnt, aber das habe ich auch getan."

Klarer Favorit


Die Gäste sind in dieser ungleichen Partie natürlich der Favorit, denn der FC Amberg steckt mitten im Abstiegskampf. Und auch wenn es gegen das Schlusslicht aus Rain zuletzt nur zu einem 1:1 reichte: Es durfte endlich mal wieder über ein Tor gejubelt werden. "Der Bann ist gebrochen, wir treffen endlich wieder. Dieses Tor kam genau zum richtigen Zeitpunkt", so Ambergs Trainer Timo Rost, der ganz froh über die weiteren Titelträume von Wacker ist: "Die müssen. Ein Punkt reicht ihnen im Titelkampf nicht gegen einen Abstiegskandidaten." Darin liegt die Chance für den FC und Rost legt selbstbewusst noch nach: "Wir sind durchaus in der Lage, gegen Burghausen einen Big Point zu landen."
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