Sportanglerverein zieht Konsequenzen aus Rechtsstreit
Austritt aus Dachverband

Vorsitzender Stefan Donhauser gab den Austritt des Sportanglervereins Schwandorf aus dem Dachverband bekannt. Bild: rid
Sport
Schwandorf
08.03.2016
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Der Sportanglerverein Schwandorf tritt aus dem "Oberpfälzer Fischereiverband" aus und zieht damit die Konsequenz aus einem Rechtsstreit mit dem Anglerverein Burglengenfeld. "Uns entstanden dabei Rechtsanwalts- und Gerichtskosten von 10 000 Euro", erklärte Vorsitzender Stefan Donhauser bei der Mitgliederversammlung am Freitag in der Fischerhütte.

Der Verein schaltete die Rechtschutzversicherung des Dachverbandes ein, bekam aber eine Absage. "Sie lehnte unseren Antrag auf Rechtsbeistand ab", so der Vorsitzende. Der Vorstand beschloss darauf hin, aus dem "Oberpfälzer Fischereiverband" und damit auch aus dem Landesverband auszutreten. "Wir haben im Jahr 7000 Euro an Beiträgen abgeführt und bekommen dafür keinen Rechtsschutz", brachte Stefan Donhauser sein Unverständnis zum Ausdruck.

Die Versammlung folgte mit 46 Ja- und neun Neinstimmen dem Antrag des Vorstandes und beschloss den Austritt aus dem Dachverband. Finanziell steht der Verein mit 850 Mitgliedern inzwischen wieder auf gesunden Füßen. "Auch dank der vielen Gastfischer, die an der Naab den Urlaub verbringen und angeln wollen", erklärte Vorsitzender Stefan Donhauser. Nach Millionen-Investitionen in Fischteiche war der Verein kurzzeitig in Schwierigkeiten geraten.

Knapp die Hälfte der Mitglieder übt den Angelsport auch aus und zahlt pro Jahr 250 Euro für die Mitgliedschaft mit Gewässerkarte. Ihnen stehen für ihr Hobby neben dem Fließgewässer der Naab rund 50 Hektar Teichanlagen zur Verfügung. Neu hinzu gepachtet hat der Verein zu Beginn des Jahres den "Bachfischer Weiher".

Viele Fische eingesetzt


Fischereiaufseher Alfons Sterr stellte im vergangenen Jahr zwei "Fischwilderer" zur Rede, beanstandete zwei unerlaubte Hälterungen und rügte Petrijünger, die unerlaubte Köder einsetzten. Gewässerwart Claus Gräßle ließ neben Karpfen und Zander auch über 1000 Aale einsetzen, "weil der Aal keine Möglichkeit der natürlichen Zuwanderung hat".
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