Tischtennis-Bezirk wird 60 Jahre alt
Feier an grünen Tischen

Seit 2003 steht Eduard Hochmuth an der Spitze des Tischtennis-Bezirks Oberpfalz. Bild: gab
Sport
Schwandorf
15.07.2016
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Burglengenfeld ist heute Mekka der Tischtennis-Spieler: Der Bezirksverband feiert mit einem großen Turnier sein 60-jähriges Bestehen. Die Anfangsjahre waren schwierig.

/Burglengenfeld. Zum Jubiläum richtet der Tischtennis-Bezirk Oberpfalz Kreisvergleichskämpfe aus. Das Turnier beginnt um 12.30 Uhr im Landesleistungszentrum des BTTV in Burglengenfeld. Im Weidener und Regensburger Raum wurde nach dem Krieg wieder Tischtennis gespielt. Die Weidener waren dem Bezirk Oberfranken und die Regensburger dem Bezirk Niederbayern angeschlossen.

Die mittlere Oberpfalz war für den Sport noch ein weißer Fleck. Erst 1951 kamen erste Besprechungen zur Gründung eines Kreises Schwandorf. Fünf Vereine spielten eine Verbandsrunde aus. Der Kreis schloss sich dem Bezirk Niederbayern an. Ein Aufstieg in die Bezirksliga war unmöglich: Die Entfernungen waren einfach zu groß und Autos noch selten. 1955 wurde der Antrag auf einen eigenständigen Bezirk Oberpfalz gestellt. Doch das Vorhaben scheiterte an den Oberfranken.

Damit gab sich Werner Hielscher nicht zufrieden. Mit Hilfe des BLSV-Bezirksvorsitzenden Georg Herold und dem Präsidenten des BLSV, Rudi Sedlmayer, erreichte er 1956 die Gründung des TT-Bezirks Oberpfalz. Im Gasthof "Zum weißen Rössl" in Schwandorf war am 22. April 1956 Geburtsstunde des TT-Bezirks Oberpfalz. Der Vorstand bestand aus Werner Hielscher, Gerhard Obst, Richard Ertl, Otto Lorenz, Bruno Pfeffer, Jack Alkofer, Helmut Fröhlich und Joachim Kopczyk. Der Bezirk umfasste 56 Vereine und wurde in die Kreise Regensburg, Schwandorf und Weiden eingeteilt. 99 Teams gingen in die erste Verbandsrunde. Einen enormen Aufschwung nahm der TT-Sport im Bayerischen Wald, der zu einem eigenen Kreis wurde.

Viele Reformen


Weitere Strukturreformen folgten, vor allem um die Fahrtwege zu verkürzen. Mit der Gebietsreform musste auch die Einteilung des Bezirks angepasst werden. Sieben neue Kreise entstanden und als achter Neumarkt hinzu. 1976 hatte der Bezirk 137 Vereine mit 683 Mannschaften, 1996 169 Vereine mit 857 Mannschaften. Im Jubiläumsjahr zählt der Bezirk 145 Vereine.

Großen Aufschwung brachte das Landesleistungszentrum in Burglengenfeld. Schon bei der Planung des Gymnasiums in Burglengenfeld nahm der stellvertretende Bezirksvorsitzende Hans Link Kontakt mit Landrat Dr. Haschke mit dem Ziel auf, dort ein Landesleistungszentrum für Tischtennis zu errichten. Das gelang nach zähem Ringen.

Absoluter Spitzensport


Jetzt zog der absolute Spitzensport in die Oberpfalz ein: Weltmeister, Nationalspieler, Nationalmannschaften, internationale Jugend- und Schülerturniere waren in Burglengenfeld zu sehen. Eng mit dem TT-Leistungszentrum ist der Name des Fronbergers Fritz Haag verbunden. Sein Organisationstalent brachte viele Veranstaltungen nach Burglengenfeld. In der 60jährigen Geschichte wurde der Bezirk Oberpfalz von Werner Hielscher, Dr. Hans Link, Friedrich Graml, Peter Graichen und Wolfgang Benisch geführt. Seit 2003 steht Eduard Hochmuth an der Spitze des TT-Bezirks Oberpfalz.

Die Jubiläums-Turniere für Damen, Herren Senioren AK 60 Mädchen und Jungen beginnen heute um 12.30 Uhr. Nach der Siegerehrung durch den neuen Präsidenten des Bayerischen Tischtennisverbandes, Konrad Grillmeier, wird in "Michl's Landgasthof" in Winkerling weiter gefeiert.
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