Tischtennis
Steger unglücklich beim World-Cup

Bastian Steger verlor im Achtelfinale von Saarbrücken unglücklich. Bild: dpa
Sport
Schwandorf
04.10.2016
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Saarbrücken. Chinas Tischtennis-Asse haben beim World Cup in Saarbrücken ihre Ausnahmestellung bestätigt, die Olympia-Dritten aus Deutschland erlitten hingegen einen herben Dämpfer. Der 19 Jahre alte Weltranglisten-Zweite Fan Zhendong bezwang im Finale am Montag seinen Landsmann Xu Xin mit 4:1-Sätzen. Europameister Dimitrij Ovtcharov und der aus Winklarn (Kreis Schwandorf) stammende Bastian Steger mussten bereits am Sonntag im Achtelfinale des mit 150 000 Dollar (134 000 Euro) dotierten Turniers ihre Schläger einpacken. Der World Cup ist nach Olympia und den Weltmeisterschaften der wichtigste Wettbewerb für die Weltelite.

Steger vergab bei seiner 3:4-Niederlage gegen den Franzosen Simon Gauzy fünf Matchbälle. "Im Endeffekt ist es schade, dass Bastian nicht gewonnen hat. Der Sieg wäre verdient gewesen", sagte Bundestrainer Jörg Roßkopf. Steger selbst nannte die Partie ein "cooles Spiel", in dem am Ende "einige unglückliche Bälle" dabei waren. Trotz des verpassten Einzugs in das Viertelfinale war der 35-Jährige mit seiner Leistung zufrieden. "Ein Ball hat über Sieg oder Niederlage entschieden."

Der Weltranglisten-Sechste Ovtcharov kassierte eine unerwartete 1:4-Niederlage gegen den Schweden Kristian Karlsson. Die Ursache für den unkonzentrierten Auftritt sah der 28-Jährige in der familiären Situation: "Ich bin kurz nach Olympia Vater geworden, und vor zwei Tagen ist meine Oma verstorben."

Auf Roßkopf wartet zwei Wochen vor der EM in Budapest und acht Monate vor der Heim-WM Ende Mai 2017 in Düsseldorf viel Arbeit. Er muss seine Routiniers, von denen Timo Boll gar nicht erst für Saarbrücken qualifiziert war, neu motivieren.
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