Trailläufer des Skiclub Schwandorf unterwegs beim Zugspitz-Trail
Der Vierte schnitt sich das Bein auf

Vier Schwandorfer waren beim Zugspitz-Ultratrail dabei: Wolfgang Hamperl, Achim Müller, Andreas Betzlbacher und Stefan Gruber (von links). Bild: hfz
Sport
Schwandorf
02.07.2016
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Über 2500 Teilnehmer aus 46 Nationen gingen beim diesjährigen Zugspitz-Ultratrail an den Start, darunter auch die Schwandorfer Wolfgang Hamperl, Achim Müller, Andreas Betzlbacher und Stefan Gruber.

Bereits um 7.15 Uhr machte sich Andreas Betzlbacher in Grainau bei Sonnenschein auf die Ultra-Strecke mit 102 Kilometer und 5400 Höhenmetern. Aufgrund eines Trainingsunfalls konnte er die letzten sechs Wochen nicht vernünftig trainieren und so galt es vor allem, gesund durchzukommen. Bis Kilometer 55 lief alles nach Plan, jedoch wurden dann die Beine schwer und die fehlenden Trainings-Höhenmeter der letzten Wochen machten sich bemerkbar. Hinzu kam eine Verschlechterung des Wetters mit Platzregen und Hagel. Mit zwei kleineren Stürzen kämpfte sich Andreas Betzlbacher in einer hervorragenden Zeit von 15:31 Stunden ins Ziel und konnte sich über eine ausgezeichnete Platzierung (AK Men 21./32. gesamt) von 650 Startern auf dieser Distanz freuen. Bei einer DNF (Did Not Finish)-Quote des Ultra von über 40 Prozent eine sehr gut Leistung.

Ebenfalls einen super Tag erwischten Stefan Gruber und Wolfgang Hamperl, die in Leutasch auf die Supertrail-Strecke mit 63 Kilometer und 2900 Höhenmetern gingen. Auch hier galt das vorrangige Ziel, gesund durchkommen und das Erlebnis Ultratrail-Running zu genießen. Vor allem der letzte harte Anstieg zur Bergstation der Alpspitzbahn mit 1300 Höhenmetern am Stück war eine große Herausforderung und machte den beiden zu schaffen. Nachdem sie während des gesamten Rennens zusammenblieben, um sich auch gegenseitig zu motivieren, finishten Stefan Gruber und Wolfgang Hamperl gemeinsam glücklich in Grainau in einer hervorragenden Zeit von 10:45 Stunden, was ihnen den 183. bzw. 184. Gesamtplatz brachte, sowie für Stefan Gruber den 57. Platz in der AK und für Wolfgang Hamperl den 27. Platz in seiner Altersklasse.

Achim Müller startete beim diesjährigen "Sprint" auf der mit 1600 Höhenmetern auf 25 Kilometern aber nicht unbedingt leichten Trailstrecke. Am Anfang hielt er sich noch etwas zurück und so konnte er am langen Anstieg zum Osterfelder Läufer um Läufer einholen, wodurch er zwischenzeitlich auf einen guten Platz im vorderen Drittel lag. Auch im Downhill konnte er seine "Berg-Erfahrung" ausspielen und machte wieder viele Plätze gut. 30 Meter vor dem Übergang zum letzten flachen Teilstück rutschte Müller unglücklich auf einem nassen Holzbalken aus und schnitt sich beim Sturz das Schienbein auf. An ein Weiterlaufen war nicht mehr zu denken. Die Bergwacht war glücklicherweise unmittelbar vor Ort, so dass der Läufer ins Krankenhaus gebracht und mit mehreren Stichen genäht wurde.
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