Vor 50 Jahren: Wettkampf in Libourne
100 Meter in 10,7 Sekunden

Zur Schwandorfer Staffel gehörten 1966 Bernd Stenzel, Elisabeth Laube, Hartmut Schweitzer, Sylvia Kugler, Horst Guggenberger, Ute Kocher, Oskar Schmid und Josefine Schloderer (von links). (Foto: Hartmut Schweitzer)
Sport
Schwandorf
18.08.2016
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Es muss nicht gleich Olympia sein. Ein Leichtathletik-Vergleichskampf in Frankreich vor 50 Jahren brachte auch internationales Flair für die Staffel des FC Schwandorf. Und begründete eine Partnerschaft, wie sich Hartmut Schweitzer erinnert.

Schwandorf/Libourne. Die Anfänge der Leichtathletik-Vergleichskämpfe zwischen dem Postsportverein ASPTT Libourne und dem FC Schwandorf liegen 50 Jahre zurück. Am 19. August 1966 standen sich die beiden Mannschaften erstmals auf der Sportanlage der französischen Partnerstadt gegenüber. Sechs weitere Treffen sollten folgen. Organisator war jeweils der damalige Aktive und spätere Trainer Hartmut Schweitzer. Der Gymnasiallehrer machte finanzielle Mittel über das „Deutsch-Französische Jugendwerk“ locker und ermöglichte den jungen Sportlern damit den achttägigen Aufenthalt. Zur Schwandorfer Staffel gehörten damals Bernd Stenzel, Elisabeth Laube, Hartmut Schweitzer, Sylvia Kugler, Horst Guggenberger, Ute Kocher, Oskar Schmid und Josefine Schloderer.

Beachtliche Leistungen

Die Gäste überzeugten mit sehr guten Leistungen. Hartmut Schweitzer gewann den 100-m-Lauf in 10,7 Sekunden. (Zum Vergleich: Mit dieser Zeit konnten sich Sportler 2016 für den Zwischenlauf der Deutschen Meisterschaft qualifizieren). Ilse Spiers warf den Speer 44,40 m, Roswitha Hefner den Diskus 37,34 m. Margit Pittack sprang 4,90, Georges Deyres 6,86 m weit. Horst Guggenberg lief die 400 m in 52,5 Sekunden.
Zur Delegation gehörten damals 29 Athleten, begleitet von Oberbürgermeister Dr. Josef Pichl und dem Vorsitzenden des FC Schwandorf, Matthias Forster. Noch vor der Unterzeichnung des Partnerschaftsabkommens am 25. Mai 1965 war bereits eine Schülergruppe des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums nach Libourne gereist und hatte erste Kontakte geknüpft. Sie brachte eine Einladung an die Leichtathletikabteilung des FC Schwandorf zu einem Vergleichskampf mit nach Hause. „Die Stadt Libourne wollte Unterkunft und Verpflegung stellen und Ausflüge organisieren“, erinnert sich Hartmut Schweitzer. Mit diesem Versprechen und Fördermitteln des „Deutsch-Französische Jugendwerkes“ im Gepäck reisten die FC-Leichtathleten an und wurden herzlich empfangen.

Sehr überlegen

Es sollten weitere Wettkämpfe folgen. Mit dabei war später auch Dr. Harald Brunner, ein Sprinter mit einer Bestzeit von 10,6 Sekunden über 100 m. Er erinnert sich vor allem an die schönen Ausflüge in die Umgebung der Partnerstadt und das Rahmenprogramm. „Das Sportliche trat dabei eher in den Hintergrund“. Vielleicht auch deshalb, weil die Gäste aus Schwandorf zu überlegen waren.
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