17 neue Verdienstmedaillenträger:
Landkreis zur Blüte verholfen

Vermischtes
Schwandorf
09.07.2016
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Der Landkreis erhöhte die Zahl seiner lebenden Verdienstmedaillenträger von 48 auf 65. Bei einer Feierstunde in der Oberpfalzhalle würdigte er am Freitagabend das Engagement von 17 Frauen und Männern. Die Festrede hielt Bezirkstagspräsident Franz Löffler.

Die Landkreis-Verdienstmedaille stellt die höchste Auszeichnung dar, die der Kreis zu vergeben hat. Darauf wies Landrat Thomas Ebeling hin, als er den Festakt eröffnete. A capella begleitete ihn das Martin-Popp-Quartett unter der Leitung des gleichnamigen Kaplans, der aus Burglengenfeld stammt.

In seiner Festansprache wandte sich Bezirkstagspräsident Franz Löffler den 17 Persönlichkeiten zu, die sich mit ihrem Wirken um das gesellschaftliche und soziale Leben im Landkreis Schwandorf verdient gemacht hatten. Darunter befanden sich ehemalige Politiker wie Staatssekretär a.D. Otto Zeitler, Ex-MdB Georg Pfannenstein und Altlandrat Volker Liedtke genauso wie Wirtschafts- und Vereinsvertreter. Es ging um Menschen, die sich eingesetzt haben für die Entwicklung der Gemeinde, ihrer Stadt oder des gesamten Landkreises, die sich für Sport, Flüchtlingsarbeit, fairen Handel oder Naturschutz engagieren.

Zur Top-Region gemacht


"Sie alle sind engagierte Menschen, die nicht danach fragen, was die Gesellschaft für Sie tut, sondern was Sie für die Gemeinschaft tun können", betonte der Redner aus Waldmünchen (Landkreis Cham). Eine Gesellschaft, in der sich die Bürger nur darauf verlassen, dass der Staat alles regelt und für alles und alle sorgt, müsse zwangsläufig verkümmern. Er dankte für großartiges Engagement, aber auch für die Bereitschaft, die Ehrung anzunehmen. Denn: "Dadurch zeigen Sie ja auch, dass Sie zu diesem Landkreis Schwandorf, zur Oberpfalz, zu unserer Heimat stehen und sich mit ihr und ihren Werten identifizieren."

Löffler zeigte sich überzeugt: Ohne die Mitwirkung seiner Bürger wäre der Staat nicht in der Lage, die gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart und der Zukunft zu lösen. Auf beeindruckende Weise habe sich das gezeigt beim Ankommen der Tausenden von Flüchtlingen, hauptsächlich an der Grenze zu Bayern. "Ohne den zupackenden Einsatz Zehntausender von haupt- und ehrenamtlichen Helfern wären wir auf eine humanitäre Katastrophe zugesteuert", sagte er. In den letzten 15 Jahren habe sich der Prozentsatz der engagierten Bundesbürger von 34 auf 44 Prozent. "Ein gigantischer Zuwachs, der sicher auch mit der in diesem Zeitraum in Gang gekommenen Engagementpolitik begründet werden kann", interpretierte er diese Zahl. Der Staat scheine daher gut beraten zu sein, weiter in das bürgerschaftliche Engagement zu investieren. Er unterstrich: "Ohne die Leistung unzähliger Oberpfälzer Bürger bei den Hilfsdiensten, in Sportvereinen, in der Kulturarbeit hätten wir die Oberpfalz nicht zu dem gemacht, was sie heute ist: eine Top-Region in ganz Deutschland mit gesunden Arbeitsmarktdaten und einer sehr hohen Lebensqualität."

Landrat Thomas Ebeling nahm die Auszeichnung der in Begleitung ihrer Lebenspartner gekommenen 17 Personen vor, so wie sie der Kreistag beschlossen hatte. Er legte Wert auf die Feststellung, dass es bei der Verleihung nicht nur um Jahreszahlen, Daten und Ämter gehe, sondern um den Dank und den Respekt des Landkreises für Lebensleistungen.

Altlandrat dankt


"Ich bin mir ganz sicher: Keiner der heute Ausgezeichneten hat sich engagiert, gearbeitet und auf vieles verzichtet, um einmal eine derartige Auszeichnung verliehen zu bekommen. Aber wem dann die höchste Auszeichnung seines Heimatlandkreises zugesprochen wird, der kann mit Recht stolz darauf sein und sich von ganzem Herzen darüber freuen", begann Altlandrat Volker Liedtke seine Dankesrede im Namen aller 17 Geehrten, die im Anschluss zu einem gemeinsamen Essen eingeladen waren. Aus eigener Erfahrung, aber auch aus vielen Gesprächen, wisse er, "dass uns unsere Arbeit und unser Engagement auch sehr viel gegeben haben: Wir haben viel gelernt, wir konnten immer wieder mit neuen Menschen umgehen, haben uns über Fortschritte und Erfolge gefreut und über Rückschläge und Niederlagen geärgert, kurzum: ein spannendes und erfülltes Leben geführt."

Diese hohe Auszeichnung und Anerkennung sei natürlich ein krönender Höhepunkt, aber auch eine Verpflichtung: "Wenn irgend möglich sollten wir weiterhin Verantwortung für die Allgemeinheit und eine Kultur des 'Füreinanderdaseins' und des 'Aufeinanderschauens' übernehmen." (Seite 24)

Keiner der heute Ausgezeichneten hat sich engagiert, gearbeitet und auf vieles verzichtet, um einmal eine derartige Auszeichnung verliehen zu bekommen.Altlandrat Volker Liedtke
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