28-Jähriger geht Polizei bei Einsatz im Lindenviertel ins Netz
Crystal und Marihuana

Rund 70 Gramm Marihuana, weitere Drogen und Rauschgiftutensilien stellte die Polizei in der Wohnung eines 28-Jährigen sicher. Bild: hfz/Polizei
Vermischtes
Schwandorf
21.01.2016
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Rund 70 Gramm Marihuana und eine kleine Menge Crystal Speed beschlagnahmten Polizeibeamte am Dienstag bei einem 28-Jährigen, der ihnen im Lindenviertel ins Netz gegangen war. Auslöser war eine Beschwerde von Nachbarn. Das teilte die Polizei mit.

Die Nachbarn hatten gegen 17 Uhr die Polizei gerufen, weil es in einem Mehrfamilienhaus Randale gegeben habe. Zwei Streifenbesatzungen der Inspektion Schwandorf und der Autobahnpolizeistation rückten zu dem Mehrfamilienwohnhaus an - in dem Wissen, dass es sich bei dem angeblichen Randalierer um einen amtsbekannten Rauschgift-Konsumenten handelt. Doch sollte ihnen ein ganz anderer Fisch ins Netz gehen.

Gleich geständig


Als die Beamten an dem Wohnhaus eintrafen, verließ ein anderer Mann das Gebäude. Nach Angaben von Nachbarn war er zuvor bei dem Rauschgiftkonsumenten zu Gast. Als er die Polizei entdeckte, wollte er sich flott aus dem Staub machen, wurde jedoch in seinem Auto angehalten. Der 28-Jährige räumte unumwunden ein, in der Wohnung des Konsumenten gewesen zu sein. Randale habe es aber nicht gegeben. Den Beamten fiel aber schnell auf, dass der 18-Jährige unter Rauschgift-Einfluss stand.

Eine Durchsuchung förderte eine kleine Menge Crystal Speed zutage, versteckt in seiner Zigarettenschachtel. Der arbeitslose Produktionshelfer gestand, am Tag zuvor davon konsumiert zu haben. Mit einer Blutentnahme im Krankenhaus erklärte er sich einverstanden. Bereitwillig gestattete der 28-Jährige auch eine Nachschau in seiner Wohnung. Schon beim Betreten fiel den Beamten extremer Marihuana-Geruch auf. "Das machte einen Rauschgift-Suchhund entbehrlich", heißt es im Polizeibericht. Der Mann händigte gleich eine Tüte mit rund 70 Gramm Marihuana aus. Zudem fanden sich noch einige kleinere Mengen des Cannabisproduktes. Die Drogen, sowie mehrere Rauschgiftutensilien wie Rauchgeräte und eine Feinwaage, wurden beschlagnahmt. Die Staatsanwaltschaft verzichtete nach Rücksprache zunächst auf einen Antrag auf Untersuchungshaft, weshalb der Mann vor Ort entlassen wurde. Er hat sich nun neben einem Ordnungswidrigkeitenverfahren wegen der Fahrt unter Drogen auch einem Verfahren wegen des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu stellen.

Zweite Durchsuchung


Gegen den vermeintlichen Randalierer, der Ursprung des Polizeieinsatzes war, ordnete der Ermittlungsrichter eine Wohnungsdurchsuchung an, weil er im Verdacht stand, mit dem Drogen des 28-jährigen zu tun zu haben. In dieser Wohnung wurde kein Rauschgift gefunden.
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