Ab Dezember 2017 WLAN in den Alex-Zügen
Internet auf ganzer Linie

Einer der ersten Alex-Züge nach Prag vor zehn Jahren, damals noch unter der Flagge von Arriva. Archivbild: Götz
Vermischtes
Schwandorf
01.08.2016
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Schwandorf/München. Mehr Züge von München nach Hof und Prag: Über dieses verbesserte Angebot der Alex-Züge informierte die Bayerische Eisenbahn-Gesellschaft (BEG) am Montag die Öffentlichkeit. Wie das Unternehmen, das den Nahverkehr in Bayern plant und bestellt, mitteilte, werde die Länderbahn mit ihrer Marke Alex auch ab Dezember 2017 die blauen Züge zwischen der Landeshauptstadt, Hof und Furth im Wald auf die Gleise stellen. Neu ist ein durchgehender Zwei-Stunden-Takt auch auf dem nördlichen und östlichen Ast. Zwischen Schwandorf und München fahren beide Züge vereinigt. "Damit kann die in diesem Abschnitt höhere Fahrgastnachfrage optimal bedient werden", teilt die BEG mit.

Von Furth im Wald aus verkehren die Alex-Züge bislang weiter über Pilsen nach Prag. Dies soll auch künftig so sein. Allerdings fehlt laut BEG noch die endgültige Entscheidung auf tschechischer Seite, die Züge von und nach Furth im Wald bis Prag zu verlängern.

Die BEG will auch die Qualität verbessern. "Voraussichtlich erstmals" in bayerischen Nahverkehr sollen die Alex-Züge mit WLAN-Routern ausgestattet werden, die kostenfreien und kabellosen Internetzugang ermöglichen. Die Router verfügten jeweils über mehrere SIM-Karten, sodass nicht nur auf bayerischer und bei grenzüberschreitenden Zügen Richtung Prag auf tschechischer Seite Internetzugriff besteht, sondern auch Lücken in der Netzabdeckung einzelner Anbieter bestmöglich überbrückt werden.

Das WLAN-Angebot soll außerdem mit einem digitalen Fahrgast-Portal verknüpft werden, das Informationen zum Zug und touristische Hinweise bietet. Zusätzlich erhalten alle Fahrzeuge zwei LED-Displays sowie pro Wagen mindestens zwei zirka 20 Zoll große TFT-Monitore, auf denen Anschlussinformationen zu Zügen und ausgewählten Buslinien in Echtzeit angezeigt werden. Im Wesentlichen wird die Länderbahn die bisherigen Waggons einsetzen, allerdings einige ältere durch klimatisierte Wagen in Intercity-Qualität ersetzen.

Die Zahl der Verbindungen zwischen München und Furth im Wald werde von vier auf künftig sieben Zugpaare am Tag ausgebaut. Zwischen München und Marktredwitz bietet der neue Fahrplan neun, von und bis Hof acht statt heute sechs Verbindungen je Werktag. Damit entfällt das Umsteigen in Schwandorf.
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