Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik rücken in den Mittelpunkt des Unterrichts
Berufliche Oberschule etabliert neuen Zweig

Studiendirektor Michael Völkl (rechts) hieß zur Informationsveranstaltung etwa 200 Jugendliche mit ihren Eltern willkommen. Bild: rid
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Schwandorf
27.01.2016
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"Meistens kommt es anders - wenn man denkt". Mit diesem abgewandelten Sprichwort wirbt die Berufliche Oberschule für ihren Bildungsweg - mit wachsendem Erfolg, wie der gute Besuch der Informationsveranstaltung am Dienstag im ZMS-Konferenzsaal bewies. Die FOS/BOS hat sich als Alternative zum Gymnasium etabliert.

Das liegt an der Vielfalt des Angebots und der Abschlüsse. Stellvertretender Schulleiter Michael Völkl und Oberstudienrätin Cosima Wittenzellner erklärten die Zugangsbedingungen für die Fachoberschule: Mittlerer Schulabschluss mit einem Notenschnitt von mindestens 3,33 in den Hauptfächern. Nach der 12. Klasse erwerben die Absolventen das Fachabitur, nach der 13. die fachgebundene oder die allgemeine Hochschule.

Allen Fachrichtungen gleich ist der hohe Praxisanteil. Schüler der Zweige "Technik, Wirtschaft und Sozialwesen" berichteten am Dienstag über ihre Erfahrungen im Praktikum. Die Biologielehrer Viola Freundl und Christian Eiblmeier stellten die neue Sparte "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" vor, die im September 2015 mit 40 Schülern den Betrieb aufnahm. Die naturwissenschaftliche Ausbildung biete in der Theorie eine "topmoderne Ausstattung" und in der Praxis "qualifizierte Plätze in den Betrieben", so die Fachbetreuer.

Schwandorf hat als einziger Standort in der Oberpfalz den Zuschlag für diesen naturwissenschaftlichen Zweig erhalten. Er richtet sich vor allem an Schüler mit mittlerem Abschluss, die ihre Schwerpunkte auf die Mint-Fächer "Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik" legen. Der Lehrplan biete genügend Freiräume, um im Unterricht aktuelle Themen der Genetik, der Stoffwechselvorgänge, der Ernährung, der Ökologie und der Biotechnologie aufgreifen zu können, versicherten die Lehrkräfte. Studiendirektor Michael Völkl, für das operative Geschäft an der Beruflichen Oberschule zuständig, ist zuversichtlich, den Zweig "Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik" auf Dauer halten zu können. Noch sind die beiden Klassen der Fachoberschule (FOS) zugeordnet. Eine BOS-Klasse ist im September noch nicht zustande gekommen. Weil die Schüler sowohl aus dem Gymnasium als auch aus Mittel-, Real- und Wirtschaftsschule kommen, finden die Lehrer eine recht heterogene Gruppe vor. "Mit innerer Differenzierung gleichen wir die unterschiedlichen Voraussetzungen aus", so Christian Eiblmeier. Die intensive naturwissenschaftliche Ausbildung nennt er "ein Alleinstellungsmerkmal der Beruflichen Oberschule". Bei einem Tag der offenen Tür am 20. Februar haben Schüler und Eltern die Gelegenheit, den Schulbetrieb kennenzulernen und sich für das neue Schuljahr auch gleich anzumelden.
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