„Amnesty international“-Kreisgruppe feiert 20-jähriges Bestehen
„Gruppe mit individuellen Leuchtfeuern“

Sprecherin Barbara Beck führte durch die Ausstellung "20 Jahre Kreisgruppe amnesty international", die bis 9. Dezember im Foyer des Landratsamtes zu sehen ist. Bild: Hirsch
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Schwandorf
30.11.2016
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Einmal im Monat treffen sich die Mitglieder der Kreisgruppe "amnesty international" zur Arbeitssitzung und bereiten Aktionen vor. Sie prangern Menschenrechtsverletzungen in aller Welt an und bemühen sich um die Freilassung von politisch Gefangenen. 20 Jahre nach der Gründung kann die zehnköpfige Gruppe einige Erfolge vorweisen.

Sprecherin Barbara Beck führte am Montag durch die Ausstellung im Foyer des Landratsamtes und erzählte von grundlos inhaftierten Menschen, denen "amnesty international" half. Zu den größten Erfolgen zählt sie die Begnadigung und Freilassung von Moses Akatugba aus Nigeria, der bereits als Minderjähriger zum Tode verurteilt worden war.

Schreiben an Diktatoren


Aus Deutschland gingen im vergangenen Jahr mehr als 170 000 Appelle und Solidaritätsschreiben an die Diktatoren in aller Welt hinaus, darunter viele aus dem Landkreis Schwandorf. Die Besucher der Ausstellung sind aufgerufen, sich am "Briefmarathon" zu beteiligen und vorgefertigte Appelle an diktatorische Regierungen zu unterschreiben.

Der Sprecher der Ortsgruppe Weiden, Veit Wagner, gehörte zusammen mit Altlandrat Hans Schuierer zu den "Geburtshelfern" der ai-Gruppe im Landkreis. Sie erinnerten an die schwierigen Anfänge und die Überzeugungsarbeit, die in Schulen, Kirchen, Verbänden, der Politik und vor allem bei den Medienvertretern zu leisten war. Gründungsvorsitzender war damals Josef Karl, den ein halbes Jahr später Franziska Mayer ablöste. Vor sieben Jahren übernahm Barbara Beck die Führung. "Es ist eine anregende Gruppe mit vielen individuellen Leuchtfeuern entstanden", sagte Veit Wagner bei der Ausstellungseröffnung. Jeder winzige Beitrag könne helfen, auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen und dagegen anzukämpfen.

Die Kreisgruppe arbeitete in den vergangenen 20 Jahren an "Langzeitfällen" in Myanmar, Ägypten, Afghanistan und im Iran. Sie organisierte darüber hinaus Info-Stände, sammelte Unterschriften, beteiligte sich an Kundgebungen zum 1. Mai und zum "Internationalen Frauentag" und suchte den Kontakt zu Schulen, Kirchen und Politikern.
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