Andreas Feller besucht Buben und Mädchen im neu eröffneter Einrichtung
OB im Waldkindergarten zu Gast

Oberbürgermeister Andreas Feller und BRK-Direktor Alfred Braun (von rechts) setzten sich zu den Kindern in den Sand und freuten sich mit ihnen und den Erzieherinnen über das gelungene Werk. Bild: Hirsch
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Schwandorf
08.09.2016
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Beim "ersten Spatenstich" im Mai hatte es noch geregnet, seit der Eröffnung am 1. September scheint die Sonne. Das Wetter nehmen die "Schwanenkinder", wie es kommt. Als der Oberbürgermeister am Mittwoch den neueröffneten Waldkindergarten besuchte, stand er vor einem verschlossenen Tor. Drinnen spielten die Buben und Mädchen im Sandkasten.

Nachdem ihm geöffnet worden war, setzte sich Andreas Feller mit dazu und freute sich mit den Kindern über das gelungene Werk. Der Träger, das Bayerische Rote Kreuz, hatte das Waldgelände bei Richt herrichten lassen und dafür rund 50 000 Euro investiert. Zwei Drittel davon steuerte die Stadt bei.

Sozialpädagogin als Leiterin


Noch ist das Gelände nicht komplett ausgestattet. Es fehlen eine Nestschaukel, ein Baumhaus und eine Blockhütte. "Und ein zweiter Bauwagen", erklärt Josef Schmid, der Leiter der BRK-Kindertagesstätten. Dann nämlich ließe sich eine zweite Gruppe gründen. 14 Kinder sind es momentan, fünf kommen in Kürze dazu. "Noch ein Platz, und die Gruppe ist voll", erklärt Josef Schmid. Er steht hinter dem Konzept und sagt: "Waldkinder entwickeln Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und die der anderen." Von dieser Philosophie ist auch Maria von Stern überzeugt. Die Mutter der vierjährigen Ronja ist in den ersten Tagen mit dabei, bis sich ihre Tochter an die Umgebung gewöhnt hat. Ronja hat bisher einen Kindergarten in Weiden besucht und ist nun zu den "Schwanenkindern" gewechselt. Was Maria von Stern gut findet: "Die Kinder machen viel selber." Nur das Nötigste sei vorgegeben.

Initiatorin und Fördervereinsvorsitzende Veronika Peters ist zufrieden mit der Entwicklung. Ihre Idee stand lange auf der Kippe. Seit aber das Bayerische Rote Kreuz und die Paten von der Initiative "Kunst & Kulinaria" mit ins Boot gestiegen sind, geht es voran. Mit Barbara Schuster übernahm eine Sozialpädagogin die Leitung. Kinderpflegerin Michaela Jobst und Erlebnispädagogin Veronika Peters unterstützen sie bei der Betreuung und Förderung der Kinder.

"Partner der Kinder"


Die Eltern bringen den Nachwuchs jeden Morgen zum Brunnerhof in Richt. Von dort marschieren die Buben und Mädchen durch den Wald zum Basisplatz an der Grünwaldstraße. Dort steht auch der Bauwagen mit den Werk- und Bastelmaterialien, der bei extremen Witterungsverhältnissen auch Unterschlupf bietet.

Der Waldkindergarten wird staatlich gefördert und muss deshalb auch den Bildungsauftrag nach dem bayerischen Erziehungs- und Bildungsplan erfüllen. Mit Schwerpunkt "Wald- und Naturpädagogik". Mittags geht die Gruppe zurück zum "Bringplatz" und bekommt ein Essen. Um 14 Uhr werden die Kinder wieder abgeholt. "Wir verstehen uns als Partner der Kinder und Eltern", sagt BRK-Direktor Alfred Braun. Die Kleinen sollen eine Atmosphäre der Geborgenheit und Sicherheit spüren.
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