Angebot der Fachambulanz für Suchtprobleme
Ambulanter Weg aus der Sucht

Wer seinen Alkoholkonsum nicht mehr im Griff hat, sollte sich Hilfe holen. Die Fachambulanz für Suchtprobleme der Caritas bietet auch ambulante Therapien an. Bild: hfz
Vermischtes
Schwandorf
03.02.2016
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Der Weg aus einer Abhängigkeit ist beschwerlich. Die Caritas-Suchtambulanz bietet einen Weg, der zwar nicht einfacher ist, aber ohne stationären Aufenthalt in einer Klinik auskommt.

(nt/ch) 15 Wochen oder mehr Aufenthalt zur Entwöhnungsbehandlung in einer Klinik, getrennt von Partner und der Familie - das ist ein Weg. Aber einer, zu dem sich viele nicht durchringen können - , obwohl sie sich ihrer Abhängigkeits-Problematik bewusst sind. Die Fachambulanz für Suchtprobleme in Schwandorf bietet einen weiteren Weg an: Die "ambulante Rehabilitation".

Therapieplan


"Unter bestimmten Voraussetzungen stellt eine ambulante Entwöhnungsbehandlung in der Fachambulanz eine realistische Alternative zur stationären Therapie dar", sagt der Leiter der Suchtambulanz, Peter Häusler. Es sei wichtig, für jeden Einzelnen die passende Form der Unterstützung zu finden. Die ambulante Reha richte sich an alkohol-, medikamenten-, drogen- und mehrfach abhängige Erwachsene. Im Wesentlichen müssen zwei Vorbedingungen für diese Behandlungsform erfüllt sein: Die Klienten müssen bereit sein, sich über einen längeren Zeitraum - erfahrungsgemäß ein Jahr - aktiv und regelmäßig mit sich und ihrem Trinkverhalten auseinanderzusetzen. Es gibt einen Therapieplan, der unbedingt eingehalten werden muss. Dazu gehört auch die regelmäßige Teilnahme an den Gesprächen in der Ambulanz. Und: Der Betroffene muss bereit sein, für die Dauer der Behandlung abstinent zu leben.

Die ambulante Therapie biete zwar nicht die Intensität einer stationären Behandlung. Im Vergleich zu dieser habe sie jedoch ein paar Vorteile. "Der erfahrungsgemäß schwierige Schritt vom beschützen Rahmen einer Klinik zurück in den Alltag entfällt dann", erläutert Marion Santl, Diplom-Psychologin an der Fachambulanz. Das Leben ohne Suchtmittel wird von Anfang an - unter Umständen nach einer vorhergehenden Entgiftung - unter Alltagsbedingungen gelebt. Anders als bei der stationären Therapie ist eine räumliche Trennung vom Partner und der Familie nicht erforderlich. Die Nähe zum Wohnort und die Gestaltung der Behandlung erlauben es dem Klienten, seinen familiären und beruflichen Verpflichtungen von Anfang an weiter nachzukommen. Auch die Angehörigen des Suchtkranken können bei Bedarf in den Behandlungsprozess miteinbezogen werden.

Hilfe bei Formalitäten


Die ambulante Reha ist auch für Medikamentenabhängige und für Konsumenten illegaler Drogen offen. Einzel- und Gruppengespräche wechseln sich ab. Die Maßnahme erstreckt sich in der Regel über neun bis zwölf Monate. Die Nachbefragung, - ein halbes oder ein ganzes Jahr nach Ende der Therapie - hat ergeben, dass 63 Prozent der Patienten abstinent bleiben. Die Fachambulanz Schwandorf unterstützt auch bei organisatorischen Aufgaben, wie etwa bei den Anträgen an den Kostenträger. In der Regel entstehen den Teilnehmern keine Kosten.

KontaktWer sich über die ambulante Rehabilitation näher informieren möchte, kann dies bei der Fachambulanz für Suchtprobleme Schwandorf (Ettmannsdorfer Straße 4). Ansprechpartner sind Marion Santl oder Peter Häusler, erreichbar unter Telefon 09431/9 98 06 80. E-Mail: beratung@ suchtambulanz-schwandorf.de
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