Angriffe gegen 33-jährigen Türken
Gericht verhängt Arbeitsstunden in Flüchtlingsheim

Vermischtes
Schwandorf
09.06.2016
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Der Angriff spielte sich auf der Toilette einer Diskothek in Burglengenfeld (Kreis Schwandorf) ab. Ein 33-jähriger Türke wurde von hinten angegriffen, mit Fausthieben ins Gesicht attackiert, zu Boden gebracht und dort mit Füßen übel zugerichtet. Dabei ertönten rechtsradikale Parolen wie "Heil Hitler" und "Sieg heil". Der Mann erlitt schwere Verletzungen.

Vor dem Schwandorfer Amtsgerichts saßen nun zwei junge Männer. Ein 24-Jähriger gab die Gewalttat zu. Allerdings ließ er wissen, dass er nie zum rechten Spektrum gehört habe und sich seine Aggressivität nicht erklären könne. Sein 22-jähriger Freund schwieg. Fest stand: Auch er war im Lokal, hielt sich in der Nähe des WC auf. Doch eine Tatbeteiligung konnte ihm nicht nachgewiesen werden. Unstrittig aber war: Auf den Türken mussten zwei Personen eingetreten haben.

Der überführte Täter bekam zehn Monate Haft mit Bewährung. Er muss außerdem 150 Arbeitsstunden in einem Flüchtlingsheim ableisten. Sein Kumpel kam mit einem Freispruch davon. Dennoch traf es ihn heftig: Ihm warf die Staatsanwaltschaft eine weitere Körperverletzung im gleichen Lokal vor. Dabei war einem 23-Jährigen durch Kopfstoß das Nasenbein gebrochen worden.

Dafür gab es ein Jahr Haft zum Absitzen. Außerdem muss er mit dem Widerruf zweier Bewährungsstrafen rechnen. Wenn das geschieht, muss der werdende Vater weitere drei Jahre hinter Gitter.
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