Arbeiterwohlfahrt feiert dreifaches Jubiläum
„Facettenreiches Wirken“

Die Kinder und Erzieherinnen der Stadtzwerge beteiligten sich mit einem Tanz. Bilder: Hirsch (2)
Vermischtes
Schwandorf
13.09.2016
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Die Arbeiterwohlfahrt begleitet die Menschen "von der Wiege bis zur Bahre", unabhängig von ihrer religiösen, kulturellen und sozialen Herkunft. Nach dem Motto: "Wir helfen um der Liebe willen. Der Wohlfahrtsverband feierte am Sonntag ein dreifaches Jubiläum.

70 Jahre Wiedergründung der Ortsverbände Schwandorf und Klardorf und Neugründung des Ortsverbandes Wackersdorf: Beim Festakt im Konrad-Max-Kunz-Saal blickte Kreisvorsitzende Ulrike Roidl zurück in die Nachkriegsjahre, "als Wohnungen und Lebensmittel rar waren, die AWO Care-Pakete verteilte und Nähstuben und Suppenküchen für Flüchtlinge einrichtete". Maria Sichler-Schindler hatte bereits 1923 den Ortsverband Schwandorf aus der Taufe gehoben und stand auch bei der Wiedergründung 1946 Pate. Die Nazis hatten den Wohlfahrtsverband zwischenzeitlich verboten. Vorsitzender war bei der Wiedergründung Georg Baringer. Seit 1989 leitet den Ortsverband Elisabeth Beer-Klatt.

Auch den Ortsverein Klardorf gab es bereits vor dem Krieg. Unter dem Vorsitzenden Max Schuierer organisierten auch dort die Mitglieder den Wiederaufbau. Angelika Weiler ist heute Vorsitzende. In Wackersdorf schritten 16 Frauen und Männer auf Initiative des Bürgermeisters Ludwig Simbeck im November 1946 zur Neugründung. Aktueller Vorsitzender ist Josef Faderl. Heute liegt der Schwerpunkt der drei Ortsverbände auf der Seniorenarbeit. Der AWO-Kreisverband hat sich dagegen die Kinderbetreuung auf die Fahnen geschrieben und betreibt mehrere Einrichtungen. Darunter auch die Kinderkrippe "Stadtzwerge", die sich in die Feier mit einem Tanz einbrachte.

Stellvertretende AWO-Bezirksvorsitzende MdL Johanna Werner-Muggendorfer stellte die Grundsätze "Toleranz, Gleichheit, Gerechtigkeit" in den Mittelpunkt ihrer Festrede. Gründerin Maria Juchacz pochte vor fast 100 Jahren auf die Rechte der Arbeiter. Nach der Devise: "Wir wollen keine Almosen, sondern nur, was uns zusteht." Die SPD-Politikerin erinnerte an das "facettenreiche Wirken" der Arbeiterwohlfahrt, von der Mali- und Flüchtlingshilfe über die Asylsozialarbeit bis zum Betrieb von Frauenhäusern, Kleiderkammern und sozialen Einrichtungen. Johanna Werner-Muggendorfer ermunterte die vielen ehrenamtlichen Mitglieder, weiter für die Ziele des Verbandes zu kämpfen und an der Umverteilung der Vermögensverhältnisse mitzuwirken. Ehrenkreisvorsitzender Georg Pfannenstein lobte die Kontinuität in den Ortsvereinen mit Führungskräften, die lange im Amt bleiben. Wackersdorfs Bürgermeister Thomas Falter lud seinen AWO-Ortverband ein, sich in die Strukturen des neu entstehenden Mehrgenerationenhauses einzubringen.
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