Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch"
Gute Heil-Prognosen für Traumatisierte

"Traumatisierte Menschen verstehen": Darüber sprach Diplom-Psychologe Volker Dittmar vor Mitgliedern des Arbeitskreises "Sexuelle Missbrauch". Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
19.06.2016
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Der Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch", ein vor 23 Jahren gegründetes Netzwerk aus staatlichen Stellen, Beratungseinrichtungen, Polizei und Jugendsozialarbeit an Schulen, holt sich regelmäßig fachliche Hilfe von außen. So wie am Donnerstag.

Bei der Tagung im "Haus des Guten Hirten" in Schwandorf-Ettmannsdorf sprach der Diplom-Psychologe Volker Dittmar über die "Arbeit mit traumatisierten Menschen".

"Quer durch Bevölkerung"


Der Psychotherapeut am Bezirksklinikum Regensburg begegnet täglich Menschen mit psychischen Störungen, deren Ursachen in traumatischen Erlebnissen liegen. "Die Krankheit zieht sich quer durch alle Schichten der Bevölkerung", erklärte Volker Dittmar den 65 Teilnehmern der Tagung. Er nennt eine ungünstig verlaufende Sozialisation, entwürdigende Erziehungsstile und plötzlich eintretende schlimme Ereignisse als Ursachen für Traumatisierungen. Das Risiko für den Menschen, im Laufe seines Lebens an seiner Psyche zu erkranken, stuft der Trauma-Therapeut bei 60 Prozent ein.

Traumatisierten Patienten versucht Dittmar, verlorengegangenes Selbstwertgefühl zurückzugeben. "Die Betroffenen müssen lernen, ihre Gedanken zu steuern", betonte der Referent. Die Prognosen für eine Heilung stuft er als "recht günstig" ein, vorausgesetzt, "es tritt während der Therapie nicht erneut ein traumatisierendes Ereignis ein".
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