Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch" tagt
Benefizkonzert und Traumatagung

Vermischtes
Schwandorf
09.01.2016
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Der Arbeitskreis "Sexueller Missbrauch" unterstützt und berät seit über 20 Jahren Gewaltopfer. Ein Anliegen ist es auch, die Öffentlichkeit zu sensibilisieren. Dafür geht der Arbeitskreis besondere Wege.

Die Mitglieder des Arbeitskreises gegen sexuellen Missbrauch im Landkreis haben in ihrer Jahresabschlusstagung 2015 Revue passieren lassen und erste Aktionen für 2016 geplant. Der Vernetzungsgedanke ist dem Arbeitskreis sehr wichtig und so wurden verschiedene Fachkräfte, wie Psychotherapeutinnen und Schulpsychologin, zum Erfahrungsaustausch zu den Sitzungen mit eingeladen.

Übergriffe unter Kindern


"In den Sitzungen des Arbeitskreises stehen die Vernetzung der einzelnen Einrichtungen und die unterstützende Beratung bei Einzelfällen im Mittelpunkt", berichtete Helga Forster, Organisatorin des Arbeitskreises und Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises. Neben diesen Schwerpunkten wurden eine interne Fortbildung und zwei Fachtagungen für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit zu den Themen "Sexuelle Übergriffe unter Kindern und Jugendlichen" und "Umgang mit traumatisierten jungen Flüchtlingen" organisiert. Beide Veranstaltungen fanden, auch über die Fachstellen im Landkreis hinaus, sehr großen Zuspruch.

Seit über 20 Jahren leistet der Arbeitskreis Präventionsarbeit und berät die Opfer. Das Thema aus der Tabuisierung heraus zu holen, es der Gesellschaft bewusst und wahrnehmbar zu machen und für die Ursachen und Wirkungen zu sensibilisieren, sind die Leitziele.

Nach dem großen Erfolg des Benefizkonzertes mit der Band "Willin" vor zwei Jahren packen die Mitglieder mit einem weiteren Benefizkonzert am 15. April wieder diese besondere Form der Öffentlichkeitsarbeit an. Beim Konzert mit Heinz Grobmeier von den Negerländern und Peter Knoll im Bürgertreff in Burglengenfeld werden Infostände aufgebaut und sind Ansprechpartnerinnen vor Ort. Mit den Einnahmen werden weitere Projekte des Arbeitskreises finanziert.

Am 16. Juni findet unter dem Titel "Traumatisierte Menschen verstehen" eine ganztägige Fortbildung für Fachkräfte in der Kinder- und Jugendarbeit mit Volker Dittmar vom Trauma-Institut Süddeutschland statt. Dieses Thema beschäftigt aktuell viele Beratungsstellen.

Keine Panikmache


Aktiver Partner ist der Arbeitskreis bei der am 25. November stattfindenden Kooperationsveranstaltung zum Internationalen Gedenktag "Nein zu Gewalt an Frauen". Die Präventionsarbeit in Kindergärten und Schulen wird auch heuer weitergeführt. Der Arbeitskreis ist ein seit 1993 bestehender Zusammenschluss von Beratungs- und Hilfseinrichtungen, den Staatlichen Stellen und den Jugendsozialarbeitern an Schulen. Einen Schwerpunkt bildet die Öffentlichkeitsarbeit zur Enttabuisierung sexueller Gewalt. Informieren und Sensibilisieren statt Panikmache ist hier das Motto des Arbeitskreises.

Weitere Infos im Internet unter "Familie und Soziales - Soziale Dienste" auf der Homepage des Landkreises www.landkreis-schwandorf.de.
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