Auffahrunfall
Mädchen stirbt

Vermischtes
Schwandorf
20.12.2015
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Der 20-jährige Schwandorfer am Steuer dieses Fiat Ducato bemerkte die Gefahrenstelle auf der Bahnüberführung zu spät.

Eine am Sonntagnachmittag verstorbene Zwölfjährige, vier weitere Verletzte und fassungslose Tischtennismannschaften - die Folgen des Unfalls vom Samstagnachmittag wiegen schwer. Der Ursprung lag in einer vergleichsweise harmlosen Autopanne.

Schwandorf-Klardorf. (ihl/bkf) Der spektakuläre Unfall auf der SAD 2 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Schwandorf-Mitte und dem Klardorfer Kreisel trübte die Stimmung bei den am Wochenende in Dillingen ausgetragenen Bayerischen Tischtennis-Meisterschaften. Die Zwölfjährige, die gestern in der Regensburger Uniklinik starb, hatte in Klardorf kurz vor dem Zusammenstoß noch Tischtennis gespielt.

Zustand unverändert


Andere Spieler des KF Tischtennis Oberviechtach fuhren zur Bayerische, freuten sich auf die Wettkämpfe und erhielten dort die Nachricht von dem tragischen Unglück, ebenso eine Klardorfer Gruppe. Die Oberviechtacher dachten an Abreise, verlautete aus dem dortigen Umfeld. Noch am Sonntagmittag bestand ein Funken Hoffnung. "Der Zustand ist unverändert," hieß es auf NT-Nachfrage vonseiten der Polizei. Am frühen Abend kam dann die Nachricht vom Tod der Zwölfjährigen. Das Unglück bahnte sich am Samstag gegen 14.45 Uhr an:

Auf der Bahnüberführung blieb ein Auto wegen einer Panne liegen. Ein 55-jähriger Schwandorfer stellte seinen Toyota dahinter ab, um die Gefahrenstelle abzusichern und Hilfe zu leisten, teilte die Schwandorfer Polizei mit. Hinter dem Toyota fuhr in Richtung Kreisel ein 18-Jähriger aus dem Raum Oberviechtach. In dessen Audi saßen vier Kinder, die von einem Tischtennisspiel kamen. Die Mädchenmannschaft war um 13 Uhr zu einem Nachholspiel in der Kreisliga gegen den TSV Klardorf angetreten. Das Spiel endete um 14.30 Uhr mit einem Unentschieden (5:5). Die fünf Personen im Audi befanden sich auf dem Heimweg.

Der Fahrer verlangsamte, als er die stehenden Autos bemerkte, und wollte im Schrittempo an dem Toyota vorbeifahren. Diese Situation bemerkte ein 20-jähriger, aus Schwandorf stammender Baumaschinenführer zu spät. Er fuhr mit seinem Kleintransporter trotz Vollbremsung mit nicht unerheblicher Geschwindigkeit auf den Audi auf. Dieser wurde 20 Meter nach vorne geschoben. Der Fiat Ducato streifte auch noch den Toyota.

Durch den starken Aufprall erlitt das zwölfjährige Mädchen, das rechts im Fond des Audi saß, einen Kreislaufstillstand. Nach der Versorgung vor Ort wurde es mit lebensbedrohlichen Verletzungen ins Uniklinikum Regensburg eingeliefert. Drei Rettungshubschrauber, die die Integrierte Leitstelle angefordert hatte, konnten aufgrund des Nebels nicht zum Transport der Verletzten eingesetzt werden.

Gutachter an Unfallstelle


Die Schwerstverletze wurde mit dem Rettungswagen nach Regensburg gebracht. Der leicht verletzte Fahrer des Ducato sowie ein 11- und 13-jähriges Mädchen auf der Rückbank ims Audi und ein 14-Jähriger auf dem Beifahrersitz wurden in die Krankenhäuser Schwandorf und Amberg eingeliefert. Den Schaden schätzt die Polizei auf 15 500 Euro. Zur Versorgung der Verletzten waren drei Notärzte und sechs Rettungswagen eingesetzt. Das Absichern und das Binden von Betriebsstoffen übernahmen die Feuerwehren Klardorf, Schwandorf und Teublitz. Sie leiteten auch den Verkehr um. Alle Autos wurden abgeschleppt. Zur Klärung der Unfallursache wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Amberg ein Gutachter an die Unfallstelle beordert.
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