auszeichnung für Mittelschule Dachelhofen
Fair-Trade-Saat aufgegangen

Vermischtes
Schwandorf
20.07.2016
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Die Schüler haben am Valentinstag Rosen verschenkt, Suppen für einen sozialen Zweck gekocht, einen Pausenstand eingerichtet und Smoothies gemixt. Dazu kamen Vorträge und Informationsstände. Zur Belohnung darf sich die Mittelschule Dachelhofen jetzt Fair-Trade-Schule nennen.

TransFair-Referent George Levy Meister überreichte dem Schulteam am Montag die Urkunde. Die Schülerinnen Selina Erenci, Natalie Dirmeier, Marie Worms und Weronika Wajda nahmen die Auszeichnung entgegen. Sie hatten zuvor über die Aktionen seit dem Start im November 2015 berichtet. "Zuerst mussten wir unsere Mitschüler informieren", erzählte Selina Erenci den Teilnehmern der Feierstunde. Dazu holten sie die Mädchen auch Unterstützung von außen. Dann ging es an die Planung und Umsetzung der einzelnen Aktionen.

Mit Feuereifer dabei


"Die Schüler waren von Anfang mit Feuereifer dabei", berichtete der Schulbeauftragte der Steuerungsgruppe, Markus Seefeld. Das bestätigte auch Rektor Michael Winter, für den die Fairtrade-Saat an seiner Schule auf fruchtbaren Boden gefallen sei. Der Schulleiter ist überzeugt: "Die Aktion ist kein Strohfeuer, sondern ein langfristiges Projekt". Oberbürgermeister Andreas Feller konnte mittlerweile die dritte Schule in Schwandorf zu dieser Auszeichnung beglückwünschen. "Mir schwebt vor, dass alle Schulen mitmachen", so sein Wunsch. "Jetzt geht es erst richtig los". Mit diesem Appell ermunterte der Sprecher der Steuerungsgruppe, Alfred Damm, die Schüler zum Weitermachen. Nun müsse das Schulteam den Staffelstab weitergeben an die jüngeren Schüler.

Gegengewicht schaffen


Nach der Grundschule Fronberg und der Mädchenrealschule St. Josef verpflichtet sich nun auch die Mittelschule Dachelhofen, den fairen Handel weltweit zu unterstützen und ihre Solidarität mit den Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien zu bekunden. TransFair-Referent Georg Levy Meister gratulierte dem 16-köpfigen Schulteam zur Umsetzung des Leitfadens und der Verpflichtung, "abseits der Kommerzschiene ein Gegengewicht zum globalen Welthandel zu setzen" und die Stimme zu erheben gegen die Ausbeutung der Arbeitskräfte in der Dritten Welt durch die Konzerne in den Industrieländern. Immer noch verdiene eine Näherin in Bangladesch bei einem 16-Stunden-Tag nur 30 Euro im Monat. Die Schulband und der Schüler Franz Ott (Klavier) machten Musik.
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