Badeurlaub in der Türkei
An der Küste unbedenklich

Die Türkei bietet mehr als nur Strandurlaub. Ein Ziel, das sehr viele Touristen ansteuern, ist die antike Stadt Ephesus an der türkischen Westküste.
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Schwandorf
23.07.2016
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Tourismus-Experte Bernhard Haas rät zu Besonnenheit und Abwarten, wie sich die Lage in der Türkei entwickelt. Bilder: Dobler (3)

Aus der Türkei hört man derzeit nichts Gutes. Aber was einen politischen Menschen ärgert oder ängstigt, muss einem Urlaubsreisenden noch lange kein Gräuel sein. Für sie spricht Touristiker Bernhard Haas, wenn er rät: "Abwarten und Tee trinken."

/Nabburg. Am 15. Juli kam es in der Türkei zu einem Putschversuch. Die türkische Regierung hat daraufhin am 20. Juli den Notstand ausgerufen. Dieser gilt zunächst für drei Monate und in allen 81 Provinzen der Türkei. Hiermit können Ausgangssperren kurzfristig verhängt, Durchsuchungen vorgenommen und allgemeine Personenkontrollen jederzeit durchgeführt werden.

"Umsichtig verhalten"


Reisenden in der Türkei empfiehlt das deutsche Auswärtige Amt dringend, sich besonders umsichtig zu verhalten, immer ein gültiges Ausweisdokument mit sich zu führen und die Medienberichterstattung sowie diese Reise- und Sicherheitshinweise aufmerksam zu verfolgen. Reisenden wird außerdem enger Kontakt mit ihrem Reiseveranstalter oder ihrer Fluglinie empfohlen. Im Reiseverkehr könne es weiterhin zu Beeinträchtigungen kommen. Aber insbesondere von der Mittelmeerküste wurden bislang keine besonderen Ereignisse gemeldet. Bei Reisen über Land wird jedoch zu besonderer Vorsicht geraten. Von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, insbesondere in die Städte Diyarbakir, Cizre, Silopi, Idil, Yüksekova und Nusaybin sowie generell in die Provinzen Mardin, Sirnak und Hakkâri wird dringend abgeraten.

"Ich würde auch Istanbul und Ankara meiden", rät Bernhard Haas, der in Nabburg das Reisebüro Wild betreibt. "Reisen dorthin kann man bei uns kostenlos umbuchen", versichert er. Dieses Angebot gelte aber nicht für die klassischen Urlaubsgebiete an der Mittelmeerküste. "Wer es sich dorthin plötzlich anders überlegt, muss mit Stornogebühren rechnen." Haas beruhigt ängstliche Gemüter. Im Einklang mit dem Auswärtigen Amt weiß er, "dass es in den Urlaubsgebieten noch keine Schwierigkeiten gegeben hat". Sein Tip: "Jetzt nicht in Hektik verfallen und erst einmal die nächsten Tage abwarten, wie sich die Sache entwickelt." Falls es nicht dramatischer werde, "kann man dorthin durchaus in Urlaub fahren".

"Keine Stornierung bislang", ist die Erfahrung von Reiseverkäufer Johann Schönberger aus Schwandorf (Reisebüro Sonnenklar). "Allerdings hatten wir eine Anfrage, ob man aus einem gebuchten Badeurlaub wieder aussteigen könnte." Er versteht, dass die Menschen Angst hätten. Wenn jetzt jemand zum Buchen käme, würde er ihm ein anderes Ziel empfehlen, etwa Marokko: "Dort ist noch nie was passiert."

Jetzt nicht in Hektik verfallen und erst einmal die nächsten Tage abwarten, wie sich die Sache entwickelt.Bernhard Haas, Reisebüro Wild, Nabburg


"Sie haben Spaß"Der türkisch-stämmige Schwandorfer Stadtrat Ferdi Eraslan (36) versichert, dass es in den Urlaubsgebieten derzeit keine Probleme für die Touristen gebe. "Ich würde aber vermeiden, mich in Istanbul in der Menge zu tummeln", warnt er. Er erzählt, dass seine Eltern gerade in der Türkei seien, auf Heimatbesuch in einem Ort am Schwarzen Meer. Er hat mit ihnen gesprochen, "aber sie wollten am Telefon nicht viel sagen". Grundsätzlich hätten sie den Eindruck, dass sich die Lage beruhige. Sie könnten frei herumfahren. "Ich selbst habe eine Live-Übertragung aus den Urlaubsgebieten gesehen: "Die Menschen dort haben Spaß."
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