Bahnübergang in Klardorf
Mehr Verkehr, aber leiser

Es wird mehr Verkehr geben. Aber es wird leiser werden.
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Schwandorf
15.03.2016
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Alleine während des gut einstündigen Pressegesprächs gehen die Schranken am Bahnübergang in Klardorf viermal runter. Der Zugverkehr ist in dem Schwandorfer Ortsteil ein brisantes Thema.

Schwandorf-Klardorf. Anwohner berichten von dem Lärm und den Rückstaus, die sich bilden, wenn die Züge durch Klardorf fahren. Zudem müssen die Verkehrsteilnehmer sehr oft am Bahnübergang warten. Zu einer Informationsrunde sind Oberbürgermeister Andreas Feller, Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier und Thomas Engel, Leiter der Regionalnetze Süd der Deutschen Bahn, gekommen. Thema war geplante Ausbau der Bahnstrecke Regensburg-Hof. Das würde für die Klardorfer bedeuten: Noch mehr Zugverkehr.

Kein Wunder, dass die Anwohner Lärmschutzmaßnahmen fordern. MdB Holmeier versprach beim Treffen aber schon mal: "Es wird mehr Verkehr geben. Aber es wird leiser werden." Der verkehrspolitische Sprecher der CSU im Bundestag spielt dabei auf die Umrüstung von knapp 120 000 Waggons der Deutschen Bahn bis 2020 an. In einer Pressemitteilung wird Holmeier folgendermaßen zitiert: "Lärmreduzierung beim Schienenverkehr ist ein wichtiger Schritt zum Schutz der Menschen. Worauf wir unbedingt achten müssen, ist, dass auch die ausländischen Betreiber unsere Lärmschutzstandards einhalten." Es müsse ab 2020 ein Durchfahrverbot für laute Züge geben - genau wie in der Schweiz.

Wichtig für die Anwohner ist vor allem die Nachricht, dass die Elektrifizierung der Strecke Regensburg-Hof im Bundesverkehrswegeplan laut Holmeier voraussichtlich als "wesentliche Änderung" eingestuft wird. Das hätte einen Ausbau des Lärmschutzes zur Folge.

Wie diese konkret in Klardorf aussehen könnte, ist jedoch unklar. Laut Engel von der Deutschen Bahn kommt es heuer nur zu Vorplanungen der Elekrifizierungsstrecke. Es dauert also noch. Er sagte aber: "Eine Überführung ist hier möglich." Das müsse man jedoch noch prüfen. Eine Unterführung sowie eine Verlegung der Strecke schloss er aus Kostengründen aus. In jedem Fall will er mit den Anwohnern und den Politikern aus der Region in Kontakt bleiben. Deshalb bot er regelmäßige Treffen an, bei denen sich ausgetauscht werden soll.

Es wird mehr Verkehr geben. Aber es wird leiser werden.Bundestagsabgeordneter Karl Holmeier


Eine Überführung ist hier möglich.Thomas Engel, Leiter der Regionalnetze Süd der Deutschen Bahn
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