Bayernweites Projekt
Architektonische Aushängeschilder

Fachbereichsleiter Peter Schmitzer gewährte den Teilnehmern einen Blick in die Warte der Mittelspannungsnetzleitstelle in Neunburg vorm Wald. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
28.06.2016
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Schwandorf/Neunburg vorm Wald. "Architektur für alle": Unter diesem Motto wählte eine Jury der Landesarchitektenkammer 289 Bauprojekte in Bayern zur Besichtigung aus. Darunter auch zwei aus dem Landkreis Schwandorf: die Kinderkrippe "Stadtzwerge" in Schwandorf und die Mittelspannungsnetzleitstelle des Bayernwerks in Neunburg vorm Wald.

Aus zwei alten Gebäuden ist in der Kreisstadt eine neue Betreuungseinrichtung für unter Dreijährige geworden. Die Stadt suchte nach einer Nutzung der beiden alten Häuser in der Kirchengasse, die unter dem Namen Ott- und Mesnerhaus bekannt waren. Gleichzeitig bestand Bedarf für eine Kinderkrippe. Die in Aussicht gestellten staatlichen Zuschüsse erleichterten dem Stadtrat die Entscheidung, an dieser zentralen Stelle eine Betreuungseinrichtung entstehen zu lassen. Die neue Krippe ist für 24 Ganztagesplätze zur Betreuung von unter Dreijährigen ausgelegt. Kosten: 1,8 Millionen Euro. Das Besondere an diesem Projekt: Das ehemalige Ott-Haus wurde abgerissen und neu aufgebaut, das Mesner-Haus saniert.

Für 37 Kinder


Architekt Karlheinz Beer und Krippenleiterin Andrea Müller führten die Besucher durch die auf zwei Stockwerke verteilten Spiel-, Schlaf- und Aufenthaltsräume, die sich durch besondere Helligkeit auszeichnen. 37 Kinder teilen sich in der Zeit von 7 bis 17.30 Uhr die 24 Ganztagesplätze.

40 Besucher hatten sich zur Besichtigung der Mittelspannungsnetzleitstelle angemeldet. Vor 30 Jahren entstand an Neunburgs sonnigsten Höhen die weltweit größte Solar-Wasserstoff-Pilot-Anlage. Für den Architekten Michael Steidl war der Auftrag damals der Einstieg in die Selbständigkeit. 2007 erteilte ihm das Bayernwerk auch den Auftrag zum Umbau der Anlage in eine Netzleitstelle. Die Energiewende und der damit einhergehende größere Rechenaufwand zwangen den Konzern dann im vergangenen Jahr zu einer Erweiterung. Auch für die Planung dieses 1,2 Millionen teuren Projekts erhielt Michael Steidl den Zuschlag.

Der Fachbereichsleiter der Leitstelle, Peter Schmitzer, führte die Besucher zunächst in den Konferenzraum, der den Blick frei gibt auf 10 000 Photovoltaikmodule auf dem Freigelände. In der Warte der Leitstelle erfuhren die Teilnehmer, welche Aufgabe die 50 Mitarbeiter zu erledigen haben: Verwaltung der Umspannwerke, Bearbeitung von Störungen und Steuerung der Energieeinspeisung. Zwei Drittel der bayerischen Stromversorgung werden von Neunburg aus gesteuert.
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