Benedikt in der milden Frühlingssonne

Vermischtes
Schwandorf
01.04.2016
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Der heilige Benedikt vom Brunnen auf dem Schwandorfer Marktplatz könnte eine Menge erzählen, wenn er denn sprechen würde. Seit dem Spätsommer 1982 blickt er stumm über das urbane Herz der Großen Kreisstadt - 35 Jahre werden das im nächsten Jahr. Zur Zeit dürfte ihm ein bisschen einsam sein. Mit der neuen Verkehrsregelung in der Innenstadt kommen nicht mehr so viele Fahrzeuge wie bislang. Wobei gerade in den warmen Jahreszeiten nicht wenige immer wieder ihre "Sehen und gesehen werden"-Runden an ihm vorbei gedreht haben. Aber auch das nahm Benedikt recht gelassen, im Gegensatz zu so manchem Passanten. Jetzt ist erst einmal Zeit, sich zu freuen, dass die Sonne den Brunnen, den Mönch und die Spaziergänger wieder wärmt und die Restaurants, die Cafés und die Eisdiele ihre Stühle und Tische hinausgestellt haben und den Flaneuren ein angenehmes Ziel bieten. Freunde, Liebespaare, Rentner, Verkehrsüberwacher, Postboten und Bierfahrer - alle kommen sie am Brunnen vorbei und für Benedikt sind sie alle gleich. Er bevorzugt niemanden und alle Geschichten, die der Wind von den Tischen zu ihm herüberweht, sind bei ihm gut aufgehoben. Was er wohl alles verraten könnte! Und wer das nächste Mal am Kuttenmann vorbeigeht, darf auch einmal kurz an den edlen Spender des Kunstwerks denken. Es war der Textilkaufmann Dr. Ludwig Kuttner.
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