Bildungskonferenz am Gauß-Gymnasium
Nächste Etappen vor Augen

Das Praxisseminar "Informatik" des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums baute eigens für die erste Bildungskonferenz einen Roboter zur Beförderung des Qualitätssiegels. Sehr zur Freude von Staatssekretär Bernd Sibler (rechts) und der Arbeitskreisleiter (im Hintergrund). Bild: Hirsch
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Schwandorf
12.07.2016
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Kaum hatte Kultus-Staatssekretär Bernd Sibler dem Landrat das Qualitätssiegel "Bildungsregion in Bayern" überreicht, machten sich 150 Bildungsakteure an die Arbeit zur nächsten Etappe. Bei der ersten Bildungskonferenz ging es am Montag um die weiteren Schwerpunkte, die sich der Landkreis in den nächsten Jahren setzen will.

"Mentoring-Projekt mit Azubis" heißt ein neues Projekt, das Schüler und Lehrlinge zusammenbringen soll. Auszubildende leisten den Praktikanten in den Betrieben Hilfestellung und bereiten sie auf die Lehre vor. "Auch der Lehrherr ist wieder stärker gefordert", betont Franz Pfeffer. Der Bildungsreferent des Landkreises sieht im Ausbilder nicht nur einen Wissensvermittler, sondern auch einen Berater und sozialen Begleiter außerhalb des Betriebes. Damit könne ein Unternehmen im Wettbewerb um die besten Köpfe punkten, so Pfeffer.

Ein zweiter Schwerpunkt gilt der frühkindlichen Entwicklung. Die Bildungsakteure wollen Daten über Angebot und Nachfrage auf Landkreisebene sammeln und sie bei der zweiten Bildungskonferenz 2017 vorstellen. Hier gehe es vor allem um die Förderung der Kinder in der Krippe und im Kindergarten. Und: Welche Angebote gibt es für Kinder mit Entwicklungsverzögerungen und Lernstörungen?

Ein Thema bleibt der Übertritt: Die Bildungsakteure wollen den Eltern Hilfestellung leisten bei der Entscheidung zum weiteren Werdegang nach der Grundschule. Weitere Frage: Wie kompatibel ist die kompetenzorientierte Grundschule mit den weiterführenden Schulen? Gepflegt werden sollen weiterhin die "Leuchttürme", mit denen sich der Landkreis um das Qualitätssiegel beworben hat. Da sind die Bildungsmesse mit regelmäßig 5000 Besuchern, das Crossing-Lifelines-Projekt zur Integration von Flüchtlingen, das Netzwerk "Jugendarbeit", der Arbeitskreis Schule - Wirtschaft sowie das Mehrgenerationenhaus in Maxhütte-Haidhof.

Von den 96 Landkreisen und kreisfreien Städten in Bayern beteiligen sich aktuell 70 an der Initiative des Kultusministeriums. Sie verfolgen alle das gleiche Ziel: Verbesserung der Bildungs-, Ausbildungs- und Teilhabechancen für die jungen Menschen vor Ort.
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