Bildungsreferent George Levy Meister wirbt für Fairtrade in der Spitalkirche
„Gegengewicht zum Welthandel“

Der Sprecher der Steuerungsgruppe, Alfred Damm (links), und der Repräsentant von "Fairtrade Deutschland", George Levy Meister (rechts), werben für den fairen Handel mit den Bauern in den Entwicklungsländern. Bild: Hirsch
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Schwandorf
16.09.2016
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An den bundesweiten "fairen Wochen" beteiligt sich die Fair-Trade-Stadt Schwandorf mit zwei Aktionen. Zum Schulanfang verteilten Oberbürgermeister Andreas Feller und der Sprecher der Steuerungsgruppe, Alfred Damm, "faire Riegel" an die Schulanfänger der Kreuzbergschule. Am Donnerstag sprach der Bildungsreferent von "Fairtrade Deutschland", George Levy Meister, in der Spitalkirche zum Thema "Fairtrade wirkt".

Das Ziel von Fairtrade sei es, so der Referent, einen Beitrag zur Entwicklungshilfe zu leisten und das Leben der an der Produktion beteiligten Familien in den Anbauländern zu verbessern. In Deutschland gibt es mittlerweile 430 Fairtrade-Städte, 278 Schulen und 42 000 Geschäfte mit Fairtrade-Produkten, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von einer Milliarde Euro erzielten.

In Deutschland wachse zunehmend das Bewusstsein für gerechte Produktionsbedingungen sowie soziale und umweltschonende Herstellungs- und Handelsstrukturen, spürt George Levy Meister. Nach der Grundschule Fronberg, der Mädchenrealschule St. Josef und der Mittelschule Dachelhofen bereitet sich nun auch die Kreuzbergschule darauf vor, die Kriterien zu erfüllen, den fairen Handel weltweit zu unterstützen und ihre Solidarität mit den Kleinbauern in Lateinamerika, Afrika und Asien zu bekunden. In einem Leitfaden verpflichten sich die Schulen, "abseits der Kommerzschiene ein Gegengewicht zum globalen Welthandel" zu setzen und die Stimme zu erheben gegen die Ausbeutung durch die Konzerne in den Industrieländern. Immer noch verdiene eine Näherin in Bangladesch bei einem 16-Stunden-Tag nur 30 Euro im Monat, gibt George Levy Meister zu bedenken. "Fairtrade Deutschland" vereinbart mit den Genossenschaften in der Dritten Welt einen festen Preis und zahlt zusätzlich eine Prämie zur Finanzierung sozialer Projekte vor Ort. Dafür verpflichten sich die Bauern, die sozialen, ökologischen und ökonomischen Standards einzuhalten.
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