"BlechBläserConsort Regensburg" bieten in der Klosterkirche Ettmannsdorf mitreißende Musik
"BlechBläserConsort Regensburg" treten in Klosterkirche auf

Oswin Buchmann (links), Martin Zimmermann (rechts) und die ganze Truppe des "BlechBläserConsort" begeisterten in der Klosterkirche. Bild: tie
Vermischtes
Schwandorf
09.01.2016
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Das ist nun schon Normalität bei diesem Konzert: Zusätzliche Stühle wurden in den Kirchenraum der Klosterkirche Ettmannsdorf hineingetragen, damit alle Besucher Platz nehmen konnten. Anschließend begann der "Joy to the World". So hatten das "BlechBläserConsort Regensburg" und sein Dirigent Hans Pritschet sowie der Organist Andreas Merl ihre Programmfolge im zehnjährigen Jubiläumskonzert überschrieben.

Etliche Musikepochen


Sie begannen mit dem "Präambulum Festivum" von Johannes Matthias Michel (geboren 1962), einem hymnisch volltönenden Stück, und setzten fort mit "Noe, noe" von Gregor Aichinger (1564 bis 1628), das ebenso feierlich angelegt ist. Auch die "Sonata Quarta Decima à 6" von Cesario Gussago (etwa 1550 bis 1612) passte in dieses Tonschema wunderbar hinein.

Es wurde klar, dass die "Freude" sich an diesem Nachmittag über etliche Musikepochen erstreckt. Was alle vorgetragenen Stücke verbindet, ist die exakte und tonreine Gestaltung der Musik durch die Mitglieder des Bläserensembles: Oswin Buchmann, Christine Hartmann und Hans Pritschet bliesen die Trompeten, Martin Meier und Martin Zimmermann die Posaunen, Bernhard Mitko die Tuba. Die Begleitung durch Andreas Merl an der Orgel war stets genau. Er nahm sich des Orgelchorals "Allein Gott in der Höh sei Ehr" BWV 663 aus dem "Orgelbüchlein von Johann Sebastian Bach feinsinnig an. Die berühmte Fanfare aus dem "Weihnachtsoratorium" BWV 248 mit dem Titel "Herrscher des Himmels" in einem Arrangement von H. Zellner folgte. Ihm schloss sich das ebenso bekannte "Pastorale" aus dem "Weihnachtskonzert g-moll" op 6/8 von Arcangelo Corelli (arr. R. King) an.

Das nächste "Presto" aus der "Regensburger Weihnachtssymphonie" von Marianus Königsperger hatte Hans Pritschet für Bläser eingerichtet. Nach diesen Barock-Kompositionen folgten Stücke der Spätromantik wie unserer Zeit. So von Flor Peeters die "Aria" (arr. H. Zellner) mit Einleitung für Trompete und Orgel und späterer Klangmacht aller Mitspieler. Andreas Merl improvisierte anschließend allein über ein eigenes Thema in verhaltener Manier, selbst dann, als die Töne durch eine neue Einstellung wesentlich lauter wurden und in einen feierlichen Choral mündeten. Zwei Bläserstücke von Max Reger, nämlich "In dulci jubilo" (arr. BBC Regensburg) und "Mariä Wiegenlied" op 76/52 (arr. H. Pritschet) folgten weihevoll.

Abschließende Hymne


Dann erklangen Franz Xaver Grubers "Stille Nacht" (arr. R. Harvey) verhalten und "Santa Claus is Coming to Town" von Gillespie/Coots (arr. S. Jänke) als flotter Marsch mit optimistischen Klängen. Zwei Traditionals beschlossen das Programm. Einmal "Sussex Carol" (arr. R. Harvey), ferner "O Come All Ye Faithful - Joy to he World" (arr. M. Wilberg). Beide versinnbildlichten noch einmal das Thema des Konzerts in einer Weise, die eines Kirchenkonzerts und seiner Botschaft würdig ist: Freude über die Erlösung der Menschheit. Die Zuhörer klatschten begeistert. Als Zugabe ertönte die "Hymn" von Barclay James Harvest, zunächst mit Piccolo-Trompete und gedämpften anderen Instrumenten. Bald war jedoch die Dämpfung vergessen und die feierlichen Töne steigerten sich bis zur abschließenden Hymne. Das war aber immer noch nicht alles. Die Musiker traten vor den Altar und sangen "Es ist ein Ros entsprungen". Auch die Sangeskunst der Mitwirkenden hätte ein schönes Konzert ergeben.
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