Boletus-Saison startet
Pilze schießen aus dem Boden

Die Ernte hat begonnen: Eher unverhofft für viele bisher eher enttäuschte Sammler sprießen jetzt die Steinpilze aus dem Waldboden. Auch Rotkappen gibt es. Bild: Houschka
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Schwandorf
06.10.2016
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Ja da schau her: Eher unerwartet von vielen Sammlern sprießt plötzlich der Steinpilz. Damit haben Experten Recht behalten. Sie hatten nach eher pilzarmen Sommermonaten zur Geduld geraten und vorausgesagt, dass es im Herbst bestimmt noch klappen werde mit der Ernte des begehrten Waldgewächses.

Wenig Pfifferlinge, keine Dickröhrlinge von der Gattung Boletus. Frustrierend für viele, die auf Pilz-Pirsch gehen und bisher nahezu regelmäßig mit leeren Körben heimkehrten. Was an Eierschwammerln in den vergangenen Wochen auf Märkten angeboten wurde, stammte zumeist aus Österreich. Dort soll es dem Vernehmen nach in höheren Lagen eine regelrechte Schwemme gegeben haben. Doch bei uns? Wer mal ein Pfund zusammenbrachte, konnte das als Erfolgserlebnis verbuchen.

Steinpilze, die von Lateinern Boletus genannt werden, waren bisher eher Fehlanzeige. Mit wenigen Ausnahmen. Im September da und dort ein Exemplar. Meist vom Wurm zerfressen und zum Anschauungsmaterial degradiert. "Wenn der Nebel im Oktober kommt, werden sie wachsen", vernahmen Sammler aus Expertenmund. Sie zweifelten. Der Gradmesser für solche Bedenken waren leere Parkplätze an den Zugängen zu Waldgebieten. Denn wer bisher mit leeren Körben und Eimern von seinen Gängen in den Forst zurückgekehrt war, hatte sich damit vertröstet, dass "es schon in der Zeitung stehen wird, wenn die Ernte wirklich noch anfängt."

Hier also steht es nun in der Zeitung: Seit dem vergangenen Wochenende hat die Steinpilzernte begonnen. 15 Stück auf zehn Quadratmetern wucherten am Dienstag im Forst zwischen Amberg und Schwandorf aus dem Moos. Klein allerdings, aber kaum vom Wurm befallen. Das lässt darauf schließen: Die Boletus-Saison ist gestartet. Sie könnte freilich rasch wieder enden. Dann nämlich, wenn die Temperaturen nachts unter den Nullpunkt sinken. In diesem Fall wäre das Wachstum schnell beendet. Gilt letztlich auch für Rotkappe und Birkenpilz, die sich gegenwärtig ebenfalls dazu entschlossen haben, aus dem Boden zu sprießen.
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