Buben aus Angola kostenlos am Krankenhaus St. Barbara operiert
Gesundheit geschenkt

Die angolanischen Jungen Rodrigues und Luyalo (sitzend) freuen sich mit den behandelnden Ärzten und der Stationsleiterin des Krankenhauses St. Barbara, dass die Heilung ihrer Beine gut voranschreitet. Bild: hfz/Wimmer
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Schwandorf
28.12.2015
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In ihrer Heimat Angola herrschen katastrophale Zustände, was die ärztliche Versorgung angeht. Rodrigues (8) und Luyalo (11) können Dank des Krankenhauses St. Barbara dennoch mit gesunden Beinen der Zukunft entgegen gehen.

(ch/nt) "Tudo de bom!" - Alles Gute! Mit dem Gruß in ihrer Landessprache wurden die beiden Jungen aus dem Krankenhaus verabschiedet. Rodrigues und Luyalo haben können nach rund vier Wochen Behandlung in St. Barbara wieder zurück nach Oberhausen. Dort sitzt die Hilfsorganisation Friedensdorf International, die nicht zum ersten Mal kranke Kinder zur Behandlung nach Schwandorf gebracht hat. Chefarzt Dr. Horst Schneider und der leitende Oberarzt Nico Stirn haben sich mit ihrem unfallchirurgischen Team um die beiden Jungs gekümmert - und beim Abschied nicht zum ersten Mal in dankbare Kinderaugen geblickt.

Kontakt seit 25 Jahren


Seit rund 25 Jahren, berichtete der stellvertretende Geschäftsführer Michael Enzmann, würden regelmäßig schwerkranke Kinder auf Vermittlung der Hilfsorganisation Friedensdorf International im Krankenhaus St. Barbara unentgeltlich behandelt. Kamen die ersten Kinder zunächst noch aus Afghanistan in die Große Kreisstadt, stammen die kleinen Patienten schon seit längerer Zeit aus Angola.

Die Ernährungs- und Gesundheitssituation der Bevölkerung im südwestafrikanischen Land ist nach den Erfahrungen der Hilfsorganisation größtenteils katastrophal. Jährlich sterben tausende Menschen an eigentlich leicht heilbaren Krankheiten wie Durchfall oder Entzündungen der Atemwege. Die Sterblichkeitsrate von Kindern unter fünf Jahren ist die zweithöchste der Welt, statistisch stirbt in Angola alle drei Minuten ein Kind. Friedensdorf International kümmert sich seit 1967 um kranke und verletzte Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. In Sprechstunden in den Heimatländern werden diejenigen Kinder ausgewählt, die vor Ort nicht erfolgreich behandelt werden können. So wurden auch Luyalo und Rodrigues nach Deutschland geholt.

Zweimal operiert


Beide litten an schweren Entzündungen der Knochen und des Knochenmarks in den Beinen und mussten von Dr. Horst Schneider und Nico Stirn zweimal operiert werden. Die Eingriffe kombiniert mit dem Einsatz hochwertiger Antibiotika halfen, den Infekt im Bereich der entzündeten Knochen zu beseitigen. Die Medikamente werden sie zwar noch eine Weile begleiten, aber dank der Hilfe aus Schwandorf können Luyalo und Rodrigues nun einer besseren Zukunft entgegensehen.
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