Container in Recyclinghöfen
Neue Möglichkeit zur Entsorgung von Biomüll

Der Biomüll muss in spezielle Beutel - sie sind biologisch abbaubar - gefüllt werden. An den 24 Recyclinghöfen können die Bürger dann den organischen Abfall entsorgen. Mit diesem Angebot trägt der Landkreis einem Gesetz, das die Trennung von Biomüll vorschreibt, Rechnung. Bild: Tietz
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Schwandorf
14.01.2016
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Der Landkreis bietet seit dem 1. September an den 24 Recyclinghöfen die Möglichkeit an, Biomüll zu entsorgen. Das schreibt das Gesetz vor. Im Landkreis landet aber ohnehin nur ein geringer Teil von Küchenresten in der Restmülltonne.

Als Entsorgungsträger war der Landkreis verpflichtet, dem neuen Gesetz - Bioabfälle zu trennen - Rechnung zu tragen: Das macht er mit der Entsorgungs-Möglichkeit in speziellen Containern an den Recyclinghöfen. Dabei hat sich der Kreis laut Landratsamts-Pressesprecher Hans Prechtl bewusst für ein Bring- und nicht für ein Abholsystem entschieden. Der Grund: Viele Landkreisbürger trennen ihren Biomüll bereits. "Es ist schon sehr gut kompostiert worden", betonte Prechtl. Dieses System wollte der Kreis beibehalten - auch unter dem Gesichtspunkt, dass Haushalte mit Eigenkompostierung 15 Prozent weniger Müllgebühren zahlen müssen. Dieser Anreiz wäre bei einer Abholung des Biomülls weggefallen.

Mit der nun umgesetzten Lösung kommt der Kreis auf der einen Seite der gesetzlichen Verpflichtung nach, lässt den Bürgern aber auch noch die Möglichkeit, selbst zu kompostieren oder die Biotonne bei einem privaten Anbieter zu mieten. Laut eines Gutachtens landen von den im Kreis jährlich anfallenden 19 800 Tonnen Müll rund 1420 Tonnen Bioabfall in der Restmülltonne. So viel wie möglich soll nun in die Tonnen in den Recyclinghöfen wandern. Für Äußerungen, wie gut der Service angenommen wird, ist es für Prechtl zu früh: "Der Zeitraum ist noch zu kurz". Darüberhinaus seien die Bürger im Winter manchmal eher geneigt, Bioabfall in die Restmülltonne zu werfen. Der Biomüll aus den Recyclinghöfen wird nach Ursensollen gebracht, wo er beispielsweise zu Humus oder Komposterde verarbeitet oder auch energetisch genutzt wird.

Spezielle BeutelWer seinen Biomüll bei den Recyclinghöfen im Landkreis abgeben will, muss vor allem darauf achten, dass er sie nur in Bioabfall-Beutel füllt. Diese Müllsäcke sind biologisch abbaubar und kostenlos bei den Gemeindeverwaltungen erhältlich. Wer welche haben will, muss allerdings nach dem Erhalt unterschreiben. Das hat laut Landratsamts-Pressesprecher Hans Prechtl einen einfachen Grund: Damit will die Kreisbehörde verhindern, dass manche Bürger sich in den Rathäusern bedienen, die Beutel auch für den Restmüll verwenden und das Geld dafür sparen. Das muss aber keineswegs ein Dauerzustand sein. Laut Prechtl wurde diese Maßnahme zeitweise eingeführt und könnte durchaus wieder rückgängig gemacht werden.

Das darf in die Biotonne:

Speisereste, Obst- und Gemüsereste, Salat, Fallobst, Eierschalen, Kaffeefilter, Teebeutel, Schalen von Früchten und Nüssen, Kartoffel- und Zwiebelschalen, sonstige Pflanzenabfälle aus der Wohnung wie Zimmerpflanzen, Küchenfette oder kompostierbare Einstreu von Kleintieren. Sehr feuchtes Material kann in Küchentücher eingewickelt werden.

Nicht angenommen werden:

Garten- und Grüngutabfälle wie Laub, Rasenschnitt, Baum-, Stauden- und Strauchschnitt sowie Rinden. (tib)
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