Die Wachablösung

Vermischtes
Schwandorf
24.10.2014
0
0

Erstmals, seit der Landkreis Schwandorf 1972 konstituiert wurde, ist mit Thomas Ebeling ein CSU-Politiker Chef der Kreisverwaltung.

Seit 1. Mai ist der Jurist im Amt und hat bisher noch keine Revolution ausgerufen. "Prinzipiell ist der Landkreis sehr gut aufgestellt", sagt Ebeling, "aber es gibt Bereiche, die man noch besser machen kann - bei den Themen Verwaltungsvereinfachung, Tourismus oder Breitbandausbau gibt es Luft nach oben."

Verwaltungsvereinfachung hört sich immer gut an, was aber bedeutet das konkret? "Die frühzeitige Beteiligung aller Betroffenen führt zu einer schnelleren Abwicklung", erklärt Ebeling. So könne man die Durchlaufzeiten von Bauanträgen messen. "Unsere Beamten im Bauamt leisten gute Arbeit, aber man kann durch gutes Management noch einiges rausholen - etwa durch den Einsatz einer entsprechenden Software."

Genug Geld fürs Breitband

Die Nachfrage nach dem schnellen Internet sei groß, die meisten Kommunen befänden sich bereits im Verfahren. "Wir unterstützen als Landkreis diesen Prozess etwa mit dem Geoinformationssystem (GIS)." Das sei sinnvoll, damit sich Kommunen beim Verlauf der Leitungen abstimmen könnten. "Wir hoffen, dass bis 2018 das Ziel einer möglichst flächendeckenden Versorgung erreicht ist", blickt der Regensburger in die nahe Zukunft, "die Staatsregierung hat jedenfalls ausreichend Geld zur Verfügung gestellt."

Touristisch seien das Oberpfälzer Seenland und der Oberpfälzer Wald die zwei Hauptmarken des Landkreises, "die wir gut verzahnen wollen". Wie das? "Wir möchten noch besser darstellen, dass man bei uns Badeurlaub mit Wandern, Radeln mit Gemütlichkeit verbinden kann."

Als Schulstandort stehe der Landkreis ausgezeichnet da. "Wir haben für die nähere Zukunft eine stabile Bevölkerungsprognose." Ein etwas sensibler Bereich sei der Nordosten. "Da wird es unsere Aufgabe sein, einheitliche Lebensverhältnisse zu schaffen." Angebote wie betreutes Wohnen sollte man nicht nur in den Oberzentren anbieten.

Ein schwieriges Thema sei die Umsetzung der Energiewende vor Ort: "Grundsätzlich besteht Einigkeit, dass wir sie schaffen müssen. Die Frage ist nur: wie?" Vieles werde von der Bundesregierung vorgegeben, meist sei man nur als Genehmigungsbehörde gefragt.

Trasse hängt in der Luft

In puncto Amprion-Trasse hänge man derzeit in der Luft: "Wir wissen nicht, wo sie langgehen soll. Nach bisheriger A-Planung wären wir nicht tangiert, bei der B-Planung mit einem kleinen Teil." Derzeit könne man nur abwarten. "Beim Ostbayernring habe ich den Eindruck, dass Tenet das in einer sehr vernünftigen Bürgerbeteiligung abwickelt."

Was macht den Landkreis unverwechselbar? "Ich glaube, das Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir alles zu bieten haben - Sehenswürdigkeiten, eine wunderbare Landschaft von Seen bis zum Waldgebiet, einen Industriestandort mit Autobahnkreuz und eine intakte Infrastruktur. Das macht uns ziemlich einzigartig."
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2014 (9309)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.