Dr. Michael Ziereis spricht vor ehrenamtlichen Betreuern
Richterliche Entscheidung nötig

Dr. Michael Ziereis. Bild: Hirsch
Vermischtes
Schwandorf
25.10.2016
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Wenn es dem Schutz seines Klienten dient, muss ein Betreuer die Einweisung in eine psychiatrische Klinik veranlassen. "Zehn Prozent der betroffenen Patienten wehren sich aber gegen eine solche Maßnahme", sagte der stellvertretende Leiter des Bezirksklinikums Wöllershof, Dr. Michael Ziereis, am Mittwoch vor ehrenamtlichen Mitarbeitern des Betreuungsvereins.

In solchen Fällen bedarf es einer richterlichen Genehmigung. 21 Tage beträgt die durchschnittliche Verweildauer der Patienten im Krankenhaus. Nach der Entlassung bietet die Klinik Wöllershof eine "Institutionsambulanz" an. "Der Betreuer ist in den gesamten Behandlungsverlauf mit eingebunden", erklärt der Mediziner. Das Bezirksklinikum Wöllershof deckt die nördliche Oberpfalz mit rund 350 000 Einwohner ab und stellt 175 Plätze bereit. Das Haus sei ausgelastet, sagt Dr. Michael Ziereis. Die Patienten leiden unter Depressionen, Angstzuständen oder einer Suchterkrankung.

Der Betreuer müsse reagieren, so der Facharzt für Psychiatrie, wenn der Klient medizinische Hilfe brauche oder für sich selbst zur Gefahr werde. "Es geht um den Schutz des Betroffenen", so der Referent. Wenn er andere Menschen bedrohe, dann sei dies Sache der Polizei und der Gerichte .
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