Drei Jungen und ein Mädchen nehmen am Boys' Day im St. Barbara-Krankenhaus teil
„Boys’ Day“ im St. Barbara-Krankenhaus

Vermischtes
Schwandorf
29.04.2016
69
0

Ein bisschen mulmig war dem Quartett schon zumute. Medizinische Geräte in kleinen Operationsräumen, Menschen in Kitteln, und Kranke, die auf Betten vorüber gerollt werden - das gehört normalerweise nicht zum Alltag von 14-Jährigen.

Aber so ist das nunmal in einem Krankenhaus. Und alle Mitarbeiter gaben sich die größte Mühe, den jungen Leuten einen guten Eindruck vom Dienst in dieser großen Einrichtung zu vermitteln. Nicht ganz uneigennützig, aber so ist das am Boys' Day, denn die ganze Veranstaltung diente natürlich einem Zweck - den Teenagern einen pflegerischen Beruf schmackhaft zu machen.

Viel Zeit aufgewendet


Ob das gelungen ist, wird sich frühestens in ein paar Jahren bemerkbar machen, wenn die heutigen Achtklässler vor der Ausbildungswahl stehen. An den Beschäftigten im St.Barbara-Krankenhaus kann das aber nicht gelegen haben, wenn dabei am Ende doch wieder eine jungentypische Richtung eingeschlagen wird - also irgendwas mit Auto zum Beispiel. Denn in St. Barbara, das der Barmherzige Brüder GmbH gehört, haben sich alle, die eingebunden waren in die Führung der Schüler, viel Zeit genommen. Um die drei Jungen aus achten Klassen und das Mädchen aus der sechsten Klasse hat sich zuallererst Pflegedirektor Frank Hederer gekümmert. Nach seinen einführenden Infos kamen sie in die Obhut des Oberarztes Johannes Liebl, einem Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie, der zum Team der Zentralen Notaufnahme gehört. Dort fällt eine Menge Arbeit an - bis zu 1000 Patienten werden jedes Monat versorgt.

Nähen und Ultraschall


Liebl nahm die Schüler mit hinein in einen aseptischen Eingriffsraum und zeigte ihnen ganz anschaulich, aber natürlich nicht an einem Patienten, wie mit Nadel und Faden genäht wird. Das ist eine grundlegende und bis heute unverzichtbare chirurgische oder operative Technik, da eine Wunde am schnellsten komplikationslos verheilt.

Einer der Achtklässler durfte sich im Anschluss daran auf eine Behandlungsliege legen, wo ihm Liebl eine Ultraschalluntersuchung der Bauchregion angedeihen ließ und die Bilder auf dem Monitor genau erläuterte. "Alles in Ordnung", lautete die Diagnose, nach der der freudestrahlende 14-Jährige in die weitere Führung entlassen wurde. (Hintergrund)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.