Drei Mitarbeiter der Sicherheitswacht seit zehn Jahren dabei
Nicht länger wegschauen

Dienststellenleiter Armin Kott (hinten rechts) überreichte Josef Baarfuß eine Urkunde und ein Geschenk für zehn Jahre Mitarbeit bei der Sicherheitswacht. Die gleiche Auszeichnung erhielten Petra Kameke und Alois Windisch (sitzend). Bild: Hirsch
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Schwandorf
20.04.2017
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Erster Polizeihauptkommissar Armin Kott sieht die öffentliche Sicherheit und Ordnung als "gesamtgesellschaftliche Aufgabe" und betont deshalb die Bedeutung der ehrenamtlichen Mitarbeiter der Sicherheitswacht. Seit 19 Jahren bindet die Schwandorfer Polizeiinspektion "verantwortungsbewusste Bürger" in ihr Sicherheitskonzept ein. Drei von ihnen erhielten jetzt eine Dankesurkunde des bayerischen Innenministers.

Petra Kameke, Josef Baarfuß und Alois Windisch haben sich 2007 schulen lassen und in 40 Unterrichtsstunden gelernt, welche Eingriffsrechte sie haben und wie sie sich "lageangepasst" verhalten sollen. Aktuell sind fünf ehrenamtliche Mitarbeiter im Einsatz. Sie leisteten im vergangenen Jahr 330 Streifendienste und brachten es auf 680 Einsatzstunden. "Sie sind teilweise bis Mitternacht unterwegs", betonte Armin Kott bei der Ehrung am Mittwoch in den Räumen der Polizeiinspektion. Die Mitarbeiter der Sicherheitswacht "bestreifen" die Innenstadt und die Außenbezirke, den Stadtpark, den Volksfestplatz und die Kinderspielplätze und mahnen die Leute gegebenenfalls zur Ordnung. "Sie leisten mit ihrer Präsenz wertvolle Präventionsarbeit", ist Inspektionsleiter Armin Kott überzeugt.

Er warnt allerdings vor einer "überzogenen Erwartungshaltung". Die Sicherheitswacht sei keine "Hilfspolizei", habe allerdings das Recht, auf frischer Tat ertappte Straftäter bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten, deren Personalien festzustellen und Platzverweise zu erteilen, "wenn Gefahr im Verzug ist".

Am 1. Oktober 1998 nahm die Sicherheitswacht in Schwandorf den Dienst auf. Beworben hatten sich damals 100 Bürger, nur vier von ihnen bekamen den Zuschlag. Armin Kott betont das strenge Auswahlverfahren und stellt heute fest: "Aus Sicht der Polizei haben sich die Sicherheitswachten als verlängerter Arm bewährt". Warum hat sich Petra Kameke vor zehn Jahren für diesen ehrenamtlichen Wachdienst entschieden? "Ich wollte nicht länger wegschauen, sondern etwas tun", bringt sie ihre Beweggründe auf den Punkt. Ihre Kollegen Josef Baarfuß und Alois Windisch nicken zustimmend.
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