Drogensucht bringt 33-Jährigen in permanente Geldnöte - Diebstähle führen zu Haftstrafe
Dieb im Kittel einer Putzhilfe

Vermischtes
Schwandorf
07.09.2016
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Vor dem Sitzungssaal warteten Polizeibeamte, nahmen den Angeklagten fest und brachten ihn ins Weidener Gefängnis. Während der Verhandlung in Schwandorf hatte sich herausgestellt: Gegen den 33-Jährigen bestand ein Haftbefehl, weil er nicht zum Strafantritt erschienen war.

Er brauchte ständig Geld, um seine Rauschgiftsucht zu befriedigen. Ein Teufelskreis, der dem Mann etliche Vorstrafen einbrachte. Vor der Amtsrichterin Petra Froschauer standen jetzt Vorfälle zur Debatte, bei denen der 33-Jährige Beute in zwei öffentlichen Gebäuden machte.

Eine nahe Verwandte des aus Weiden stammenden Mannes hatte wohl, weil Putzfrau, Schlüssel zur Volksschule und zum Bauhof in Wernberg-Köblitz. Der 33-Jährige half ihr bei Reinigungsarbeiten und ging dabei auf Beutezug. Er brachte einen Beamer, ein Notebook und einen Computer an sich, nahm die Geräte in der Hoffnung auf gewinnbringenden Verkauf mit. Doch die dreisten Diebstähle mit einem Beutewert von weit über 1000 Euro flogen auf. Vor der Richterin räumte der Angeklagte seine Taten jetzt ein, und er behauptete auch, vom Rauschgift unterdessen "weg zu sein."

Die Vorsitzende blätterte in den Vorstrafenakten und addierte insgesamt 13 Ahndungen. Sie stellte ferner fest, dass gegen den in Heimen aufgewachsenen Mann ein Haftbefehl bestand. Der Grund: Er hatte sich zunächst erfolgreich Haftaufschub gewähren lassen, war dann aber nach vier Wochen nicht zum Strafantritt erschienen. Die Anordnung aus Weiden wurde nun vollzogen.

Für die Diebstähle in Wernberg-Köblitz bekam der 33-Jährige zehn Monate Gefängnis. In dieses Urteil wurde eine Entscheidung des Amtsgerichts Weiden einbezogen. Dort hatte der Gelegenheitsarbeiter einen Wohnungseinbruch verübt. Das Urteil deckte sich mit dem Antrag der Staatsanwältin Franziska Wilhelm.

Verteidiger Michael Schüll (Amberg) hatte um "eine letzte Chance" gebeten. Darauf konterte die Richterin mit der Frage: "Gibt es wirklich einen Grund, warum ich hier Bewährung geben sollte?"
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