Eichenprozessionsspinner an Autobahnen bekämpfen
Raupen absammeln

Die Autobahnmeistereien halten die Augen offen: Wo der Eichenprozessionsspinner entdeckt wird, muss gehandelt werden. Bild: hfz
Vermischtes
Schwandorf
28.04.2016
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Die Autobahndirektion Nordbayern lässt in Kürze zum Schutz der Verkehrsteilnehmer und der Bediensteten des Autobahnbetriebsdienstes die gesundheitsgefährdenden Raupen des Eichenprozessionsspinners in den befallenen Bereichen mechanisch bekämpfen.

Bereits in den letzten Jahren ist die Autobahndirektion Nordbayern der Raupe zu Leibe gerückt. Im Vorjahr musste Chemie eingesetzt werden. Die Ausbreitung hat sich entlang den Autobahnen und auf den Parkplätzen bereits deutlich reduziert, so Pressesprecherin Edith Kolarik. So muss diesmal nicht die chemische Keule geschwungen werden. Die Autobahnmeistereien beobachten derzeit auch die A 93 und A 6, um möglicherweise befallene Stellen gleich weiter zu melden. Es reicht aus, die Nestgespinste abzusammeln. Die Autobahndirektion hat dafür eine Spezialfirma beauftragt. Sie wird nach dem Verpuppen der Falter tätig. Ende Juni, Mitte Juli soll die Aktion abgeschlossen sein.

Die eigentliche Gefährdung durch den Eichenprozessionsspinner geht nicht vom Falter selbst, sondern von seinen Raupen aus, die "Brennhaare" ausbilden. Diese Brennhaare können bei Kontakt heftige Hautreaktionen und gefährliche Schleimhautreizungen und beim Einatmen zum Teil schwerwiegende Beeinträchtigungen der Atemwege hervorrufen. Eine Gefährdung ist dabei sowohl für die Verkehrsteilnehmer gegeben, die zum Beispiel mit Eichen überstandene Parkplätze zum Rasten benutzen, als auch für die Mitarbeiter des Betriebsdienstes oder von Firmen, die bei Arbeiten im Straßenbegleitgrün und auf den Parkplätzen immer wieder mit den Brennhaaren in Berührung kommen.
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