Eier aus der Region kaufen
Ostereier-Kampagne des Bauernverbands

Über 200 000 Legehennen werden auf Höfen im Landkreis Schwandorf gehalten. Die Versorgung mit Eiern fällt somit gut aus: Die regionale Produktion entspricht in etwa dem 1,5-Fachen des Verbrauchs. Bild: Götz
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Schwandorf
24.03.2016
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Die Landkreis-Bürger verspeisen jährlich rund 31,3 Millionen Eier. Diese Zahl errechnete der Bayerische Bauernverband aus Anlass seiner Oster-Kampagne. Er möchte die Verbraucher dazu ermuntern, die Nester nur mit Eiern aus der Region zu bestücken.

Der BBV-Kreisverband sammelte Fakten. Das Ziel der Aktion, die Kreisobmann Johann Wilhelm, Kreisbäuerin Barbara Hanauer und Geschäftsführer Josef Wittmann gemeinsam starteten, ist klar definiert: Sie wollen dafür werben, Ostereier aus der Region zu kaufen.

Im Landkreis Schwandorf werden rund 202 715 Legehennen auf gut 415 landwirtschaftlichen Betrieben gehalten. Nachdem im Kreis rund 143 600 Bürger leben und der Pro-Kopf-Verbrauch im Durchschnitt bei 218 Eiern im Jahr liegt, entspricht das einem Bedarf von jährlich 31,3 Millionen Eiern.

Ein Ei kann seine Herkunft nicht verleugnen. Der Eierstempel zeigt die Haltungsform der Hennen. Deutschland kann seinen Eierbedarf zu 67 Prozent selbst decken. In Schwandorf ist die Quote sogar überdurchschnittlich: 144 Prozent macht sie aus. Denn in einem Jahr legt eine Henne etwa 285 Eier.

Seit 2010 ist die Käfighaltung in Deutschland verboten, zwei Jahre früher als es nach EU-Recht erforderlich gewesen wäre. Heute werden 63 Prozent der Eier in Bodenhaltung, 17 Prozent in Freilandhaltung, 11 Prozent in Kleingruppen gehalten und 9 Prozent der Eier nach den Richtlinien des Ökolandbaus erzeugt.

Wer wusste es, dass Hühner mit braunroten Ohrscheiben braune Eier legen und Hühner mit weißen Ohranlagen legen dagegen meist weiße Eier? Derlei weitere Fakten stellte der BBV für seine Kampagne zusammen: Hühner fressen gerne Getreidearten wie Mais und Weizen. Zusätzlich brauchen sie noch pflanzliches Eiweiß aus Soja, Raps oder Erbsen.

Das Ei ist eine Nährstoffbombe. Es enthält viele Substanzen, die unser Körper braucht, zum Beispiel die Vitamine A, D, E und K, B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalzium und Eisen. Eier sind hervorragende Eiweißlieferanten. Aus 100 Gramm Hühnerprotein kann der Mensch 100 Gramm Körpereiweiß aufbauen. Damit hebt sich das Ei von allen anderen Lebensmitteln ab.

Rohe Eier sollen im Kühlschrank gemäß Mindesthaltbarkeitsdatum aufbewahrt werden. Gekochte Eier halten im Kühlschrank 7 bis 14 Tage. Eier sollen nicht gewaschen werden, denn die Schale ist luftdurchlässig. Wäscht man ein Ei, können Keime ins Innere gespült werden. Die BBV-Landfrauen geben Tipps zum Kochen: Damit Eier da nicht aufplatzen, empfiehlt es sich, sie auf der stumpfen Seite anzupieksen. So kann sich der Inhalt ausdehnen und die Luft aus der Luftkammer entweichen. Ein gehäufter Teelöffel Salz, der ins Kochwasser gegeben wird, vermindert auch die Gefahr, dass die Schale aufplatzt. Ein hartes Ei braucht 11 bis 13 Minuten Kochzeit.

Augen auf beim EierkaufDer Bauernverband weist anlässlich des bevorstehenden Osterfestes auf die Vorteile der heimischen Produkte hin. "Nur ein Teil der angebotenen Eier kommt aus Bayern. Achten Sie bei Eiern auf regionale Erzeugung. Damit stärken Sie unsere heimische Landwirtschaft", bittet Kreisbäuerin Barbara Hanauer (Gaisthal) die Verbraucher. "Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sind sich ihrer Verantwortung in Hinblick auf Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit stets bewusst. Und durch die kurzen Transportwege unterstützen wir damit den Klimaschutz", ergänzt Kreisobmann Johann Wilhelm (Pischdorf). Wie gut die Eier aus der Region schmecken, davon könne man sich ja bei einer Kostprobe direkt überzeugen. Gerade in Zeiten der Globalisierung interessieren sich immer mehr Verbraucher für die Herkunft der Lebensmittel und die Haltungsform der Legehennen. Damit sie die regionalen Produkte künftig besser erkennen, geben die Vertreter des Bayerischen Bauernverbandes auch "Fakten zur Hühnerhaltung im Landkreis Schwandorf" weiter. Hier wird erklärt, was der Stempel auf dem Ei über dessen Herkunft verrät. "Je mehr die Verbraucher auf die Regionalität achten, desto mehr bayerische Produkte werden auch in den Supermärkten angeboten. Fragen Sie einfach danach und fordern Sie das ein", ermuntert Kreisbäuerin Hanauer die Einkäufer.
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