Einweihung in Schwandorf: "Kleeblatt" ist eine Filiale der Naab-Werkstätten - Tag der offenen ...
Arbeit für psychisch kranke Menschen

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Schwandorf
29.10.2015
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Insgesamt 6,5 Millionen Euro haben die Lebenshilfe e.V. und der Sozialverband VdK in den Bau der "Werkstätte für Menschen mit seelischer Behinderung" investiert. Am Montag, 26. Oktober, erfolgte nun die Einweihung der "Kleeblatt Werkstätte" an der Dachelhofer Straße in Schwandorf, in der seit Juli ca 80 Teilnehmer beschäftigt sind, betreut von zwölf Gruppenleitern.

"Kleeblatt" ist eine Zweigwerkstätte der Naab-Werkstätten in Ettmannsdorf. In der Zentrale sind 400 Menschen mit geistiger, körperlicher und/oder mehrfacher Behinderung untergebracht.

Die Arbeitsplätze für die psychisch Kranken waren dagegen bislang in mehrere Hallen ausgelagert und sind nun zentral an einem Standort zusammengeführt worden.

Einer der Beschäftigten ist Alois Mannl (45). Er arbeitet seit knapp zwei Jahren in der Werkstätte. Stress und Mobbing am Arbeitsplatz hatten bei dem IT-Fachmann einen seelischen Zusammenbruch ausgelöst. Jetzt repariert er Fahrräder und ist glücklich dabei. Genauso wie seine rund 80 Kollegen, die den Bereichen "Metallverarbeitung, Gartenbau- und Landschaftspflege, Hauswirtschaft, Montage und Fahrradreparaturservice" arbeiten. Zweigstellenleiter Dieter Speckner ist mit der Auftragslage zufrieden. Seine Leute stecken, schleifen, schrauben und verpacken für große Firmen, die diese Tätigkeiten nach außen vergeben.

Mit eigenen Fahrzeugen holen die Kleeblatt-Mitarbeiter die Rohware ab und bringen sie bearbeitet zurück. Im Schnitt verdienen die Mitarbeiter 300 Euro im Monat, erklärt Geschäftsführerin Margit Gerber.

Tag der offenen Tür

Sie bereitet derzeit den Tag der offenen Tür am 31. Oktober vor. Dann treten die "lustigen Quertreiber", eine Musikformation der Naab-Werkstätten, mit Schülern des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums auf. Die beiden Musiklehrerinnen Stefanie Jehl (Gymnasium) und Agnes Meier (Naab-Werkstätten) wollen die Zusammenarbeit langfristig pflegen und im Sinne der Inklusion öfters gemeinsam spielen.

Beim Tag der offenen Tür von 10 bis 17 Uhr tritt unter anderem auch ein Zauberer auf und es gibt Kinderschminken.

"Der Bedarf an Arbeitsplätzen für psychische kranke Menschen steigt kontinuierlich an", sagt Margit Gerber. Es verlassen aber auch wieder Mitarbeiter den Schonraum, wenn die Therapie erfolgreich war.

Das Geld für den Neubau in Höhe von 6,5 Millionen Euro stammt vom "Zentrum Bayern Familie und Soziales", von der Arbeitsagentur, vom Bezirk Oberpfalz und aus Eigenmitteln.
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