Einweihungsfeier
Rettungswache schließt Lücke

Die Johanniter-Unfallhilfe weihte gestern die neue Rettungswache in Schwandorf-Freihöls ein. Bilder: Hirsch (2)
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Schwandorf
24.06.2016
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Seit 1. Oktober 2015 deckt die "Johanniter-Unfallhilfe e.V." den Rettungsdienst im Bereich "Schwandorf Nord" ab. Nun ziehen die fünf hauptamtlichen Mitarbeiter mit ihrem Fahrzeug von Schwarzenfeld nach Schwandorf-Freihöls. Die neue Rettungswache wurde gestern eingeweiht. Sie füllt eine Lücke, wie die Einsatzzahlen zeigen.

Über 1000 Einsätze wurden seit Oktober gefahren. Knapp 300 000 Euro hat der "Johanniter-Regionalverband Ostbayern" in das neue Gebäude mit 100 Quadratmetern Nutzfläche investiert. Dort ist Platz für ein Rettungsfahrzeug sowie Nutz- und Aufenthaltsräume, die Pfarrerin Heidi Gentzwein gestern segnete.

Landrat Thomas Ebeling und Oberbürgermeister Andreas Feller waren sich einig: "Die Johanniter sind in Schwandorf angekommen". Direktorin Christa Siegler vom Kostenträger "Allgemeine Ortskrankenkasse" (AOK) bescheinigte den Johannitern "exzellente Arbeit". Polizeihauptkommissar Günther Vierl sieht in der Notfallmedizin und in der Qualität des Rettungswesens einen der Gründe für den Rückgang der Verkehrstoten. 1970 kamen auf den deutschen Straßen 19 193 Menschen ums Leben, 2015 waren es noch 3475. Tempolimit, Alkoholbeschränkung, Gurt- und Helmpflicht und eine verbesserte Fahrzeugtechnik seien neben dem Rettungswesen die Ursachen dafür.

Neben Gärtnerei


Mit dem zusätzlichen Rettungswagen schließt der "Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung" (ZRF) die Lücke für den Bereich "Schwandorf Nord". Der Rettungsdienst im Landkreis ist eigentlich eine Domäne des Bayerischen Roten Kreuzes. Nun hat mit den Johannitern erstmals auch ein anderer Verband den Zuschlag für einen Rettungswagen-Standort erhalten. Der Rettungsdienst Bayern hatte für den nördlichen Bereich der Stadt Schwandorf Bedarf angemeldet.

Der Neubau ist auf einem 650 Quadratmeter großen Grundstück neben den Gewächshäusern der Gärtnerei Kauzner entstanden. Die Kosten für die Rettungswache und das neue Fahrzeug "schießt" der "Regionalverband Ostbayern" der Johanniter vor und refinanziert sie durch die Einnahmen aus den gefahrenen Einsätzen.

Von 9 bis 21 Uhr


Die Rettungswache ist täglich von 9 und 21 Uhr besetzt sein. Die Alarmierung erfolgt über die "Integrierte Leitstelle" in Amberg. Sie informiert die Besatzung des am nächst gelegenen Rettungswagens. Rund 60 000 Einsätze fielen im vergangenen Jahr im Rettungsdienst und Krankentransport im Verbandsgebiet (Landkreise Schwandorf und Amberg-Sulzbach sowie die Stadt Amberg) an. Die Kosten dafür übernehmen die Krankenkassen.
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