Erinnerung an die Bombennacht
Frieden braucht Geduld

Vermischtes
Schwandorf
18.04.2016
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Das dunkelste Kapitel der Stadtgeschichte liegt 71 Jahre zurück. 1250 Menschen fielen in der Nacht vom 16. auf den 17. April 1945 dem Bombenhagel der englischen und kanadischen Luftstreitkräfte zum Opfer, Tausende wurden verletzt. In nur 15 Minuten wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Der Oberbürgermeister würdigte bei der Gedenkfeier am Samstag in der Fichtlanlage "die großartige Gemeinschaftsleistung der Überlebenden beim Wiederaufbau der fast völlig zerstörten Stadt".

Andreas Feller bedauerte, "dass die Menschen aus den schrecklichen Auswirkungen der vergangenen Kriege nichts gelernt haben". In jüngster Erinnerung seien die unmenschlichen Bombenattentate in Paris und Brüssel. Doch: "Wir dürfen uns von den tragischen Ereignissen nicht verunsichern lassen." Jeder einzelne sei gefordert, sich gegen religiöse und rassistische Feindseligkeiten, Intoleranz und Diskriminierung zu stellen, so Feller. Dekan und Stadtpfarrer Hans Amann rief die Gläubigen zum Gebet für den Frieden auf. Der evangelische Pfarrer Arne Langbein erinnerte daran, dass sich auch das Christentum lange Zeit mit Machthabern eingelassen und Unfrieden gestiftet habe. Die Idee des Friedens erfordere viel Geduld.
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