Exkursion nach Augsburg
Kirchengemeinde auf den Spuren Luthers

Phillip Melanchton, ein Mitstreiter Luthers, erzählte den Gästen aus Schwandorf über seine Arbeit an der "Confessio Augustana". (Foto: Thomas Huber)
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Schwandorf
23.06.2016
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Augsburg ist eine Stadt, in der sich für die Geschichte des Protestantismus sehr viel Bedeutendes ereignet hat. Vor dem bevorstehenden Lutherjubiläum hat sich deshalb die evangelische Kirchengemeinde die Hauptstadt Schwabens zum Ziel genommen, um mehr über einige Weichenstellungen in der Zeit vor 500 Jahren zu erfahren. Geführt wurde die Exkursion vom Schwandorfer Vikar Johannes Amberg. Er hatte eine szenische Führung organisiert, die die Besucher auf die Spur der Reformatoren setzte.

"Martin Luther, Melanchthon und die Confessio Augustana" nannte sich dieses Angebot, bei dem Schauspieler Florian Kreis an wechselnden Stationen und in unterschiedlichen Kostümen einen lebendigen Einblick in geistige Schlüsselszenen des frühen 16. Jahrhunderts darbot. Dabei erfuhren die Besucher aus Schwandorf unter anderem etwas über das Verhör von Martin Luther durch Kardinal Cajetan im Jahr 1518 im Palast der Fugger, sowie weitere Details über die Geburtsstunde der evangelischen Konfession. Phillip Melanchthon verfasste auf dem Augsburger Reichstag im Sommer 1530 die Confessio Augustana, die noch heute die Grundlage des evangelischen Glaubens bildet. So durfte auch dieser protestantische Gründervater an historischer Stätte zu den Zuschauern aus der Oberpfalz sprechen.

Natürlich hatte der berühmte Handelsherr Fugger ebenfalls einen Auftritt, was einen Übergang bildete zur Besichtigung der Fuggerei, jener Sozialsiedlung aus der frühen Neuzeit.
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