Feuerwehrsymposium: Berichte und Ideen
Für Nachwuchsarbeit

Vermischtes
Schwandorf
16.11.2016
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Wolfram Höfler, Kommandant der Feuerwehr Bad Aibling, hatte beim Feuerwehrsymposium am Samstag in Schwandorf eindringlich die Zug-Katastrophe geschildert (wir berichteten). Als er nach Oberbayern zurückkehrte, traten weitere Einsatzleiter ans Mikrofon. Unter ihnen der Kreisbrandrat Albert Uttendorfer aus dem Raum Straubing-Bogen. Bei eisigen Temperaturen brannte eine Großanlage, die täglich 250 000 Masthähnchen erzeugt. Über den Sinn solcher Betriebe mag man streiten. Nur: Sie loderten eben lichterloh, diese zwei Hallen, als Hilfskräfte aus ganz Niederbayern und der Oberpfalz in der Stadt Bogen eintrafen.

Uttendorfer übernahm die Einsatzleitung und damit einen Auftrag, der Um- und Weitsicht erforderte. Decken stürzten ein, bis von der Donau mussten fünf Millionen Liter Wasser zur Brandstelle gefördert werden. Die Fluten gefroren zu bizarren Formen. 100 Millionen Euro betrug der Schaden. Unterdessen steht die Mastanlage wieder.

Im heimatlichen Umfeld war auch ein Großeinsatz angesiedelt von dem Kreisbrandinspektor Armin Meyer aus Bayreuth chronologisch erzählte. Nahe des oberfränkischen Dorfes Hermannsreuth stürzte im August 2015 ein amerikanisches Kampfflugzeug vom Typ F16 ab. Ein riesiger Mannschaftsverband von Hilfskräften machte sich auf den Weg. Wie sich Meyers Vortrag entnehmen ließ, blieben die deutschen Feuerwehrleute, darunter eine Frau als Leiterin der Koordinationen, in vielen Bereichen im Unklaren darüber, welche Gefahren ihnen tatsächlich durch Giftstoffe drohten.

Zu den Katastrophenschilderungen gehörte ferner, was Kreisbrandmeister Martin Schmidt vor Augen führte. Auch das glich einem Horrorszenario: Bei Freihung (Kreis Amberg-Sulzbach) raste ein Nahverkehrszug der Bahn in einen quer zum Übergang stehenden Schwertransport. Der Zugführer und der Fahrer des Transporters starben. Erneut offenbarte sich: Auch hier wurden Feuerwehrleute traumatisch schwer in Mitlieidenschaft gezogen.

Gegen all diese Einsatzbeschreibungen nahm sich wohltuend aus, was Melanie Walter aus Bischofsgrün erläuterte. In ihrer oberfränkischen Heimat haben sich unterdessen 31 Kinderfeuerwehren gegründet. Nicht, um sie zu Einsätzen zu schicken. Das Augenmerk liegt darauf, für die Feuerwehr Interesse zu wecken. "Das", unterstützte sie der ehemalige Kreisbrandrat Siegfried Hammerer, "ist wirklich wichtig zur Nachwuchsgewinnung."
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