Forderung: Staatliche Rettungsdienste sollen Integration vorantreiben
THW bindet Flüchtlinge ein

Der THW-Ortsverband Schwandorf unterstützt jugendliche Flüchtlinge. (von links): Ortsbeauftragter Martin Liebl, Omran Mamedi, Faraj Nawzad, Flüchtlingsbeauftragte Irene Duscher, Oberbürgermeister Andreas Feller und Sherwan Omer. Bild: Hirsch
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Schwandorf
16.09.2016
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Für den Ortsbeauftragten des Technischen Hilfswerks, Martin Liebl, müssen die staatlichen Rettungsdienste mit gutem Beispiel vorangehen, wenn es um die Integration jugendlicher Flüchtlinge geht. Den Worten ließ er auch Taten folgen.

Denn er hat fünf Asylbewerber aus Syrien, dem Iran und dem Irak in die Nachwuchsgruppe des Schwandorfer THW-Ortsverbandes aufgenommen. Seit drei Monaten treffen sich die unbegleiteten Jugendlichen einmal in der Woche mit den gleichaltrigen einheimischen Nachwuchskräften zur Grundausbildung. Am Donnerstag stand die Absperrung einer Unglücksstelle auf dem Programm. Anschließend ging es in die Werkstatt. Dort lernten die Teilnehmer die Geräte kennen, die im Ernstfall zum Einsatz kommen.

Martin Liebl und sein Betreuerteam wollen die Jugendlichen auch bei der sozialen und beruflichen Integration begleiten und sie bei der Suche nach einer Wohnung und einer Ausbildungsstelle unterstützen. Omran Mamedi (20) will Elektriker werden, Sherwan Omer (25) Frisör und Hawre Nawzad Faraj (26) Automechaniker. Zur Gruppe gehören ferner Rashad Hakari und Shive Mohammadi, die am Donnerstag verhindert waren.

Das zweite Problem: Die Jugendlichen wohnen immer noch in Sammelunterkünften und wollen dort raus. "Eine eigene kleine Wohnung wäre ihr Wunschtraum", so der THW-Ortsbeauftragte. 250 Euro im Monat an Miete könnten sie aufbringen. Wenn sie eine Ausbildungsstelle bekommen, können die mittlerweile anerkannten Asylbewerber mindestens drei Jahre hierbleiben mit der Option auf weitere zwei Jahre. Martin Liebl richtet den Appell an andere Hilfsorganisationen sowie an Arbeitgeber und Vermieter, den Jugendlichen bei der sozialen und beruflichen Integration behilflich zu sein.

Diese Aufforderung unterstützen auch der Vorsitzende des THW-Fördervereins, OB Andreas Feller, und die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Schwandorf, Irene Duscher, die der Nachwuchsgruppe am Donnerstag einen Besuch abstatteten.
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