Franz Sichler erinnert an die Wiedergründung der Arbeiterwohlfahrt nach dem Zweiten Weltkrieg
Parallelen zwischen 1945 und heute

Der Ortsverband Schwandorf der Arbeiterwohlfahrt ehrte langjährige Mitglieder. Ihnen gratulierte unter anderem Landtagsabgeordneter Franz Schindler (rechts). Bild: Hirsch
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Schwandorf
25.04.2016
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Franz Sichler hält der Arbeiterwohlfahrt seit 40 Jahren die Treue. Dafür bekam er jetzt das AWO-Abzeichen in Gold. Bei der Hauptversammlung des Ortsvereins Schwandorf am Sonntag im Gasthaus Meiler erzählte der 88-Jährige über seine Beziehung zum Wohlfahrtsverband. Seine Großmutter, so erinnert sich Franz Sichler, habe 1923 die Arbeiterwohlfahrt in Schwandorf mit aus der Taufe gehoben, nachdem sie zuvor eine Begegnung mit der AWO-Gründerin Marie Juchacz gehabt hatte. Unter den Nazis war die Arbeiterwohlfahrt verboten. Die Wiedergründung 1945 hat Franz Sichler dann persönlich miterlebt. "Es herrschte große Not, und wir waren auf die Hilfe des Auslands angewiesen", so der frühere SPD-Stadtrat. Er zog damit Parallelen zur heutigen Flüchtlingssituation.

Landtagsabgeordneter Franz Schindler hält die Existenz der Arbeiterwohlfahrt nach wie vor für notwendig, weil sie Aufgaben übernehme, die der Staat nicht leisten könne. Elisabeth Beer-Klatt ist Vorsitzende des 140 Mitglieder starken Ortsvereins, der einen Seniorenclub und eine Gymnastikgruppe unterhält und ansonsten die Geselligkeit pflegt. AWO-Kreisvorsitzende Ulrike Roidl steht an der Spitze von sieben Ortsvereinen mit 700 Mitgliedern.

Marie-Luise Graf ist seit 50 Jahren Mitglied. Für 40-jährige Treue wurden Anneliese Beer, Elisabeth Beer-Klatt, Franz Karl, Hertha Kerschbaum, Wolfgang Schwelle, Franz Sichler und Rudi Sichler geehrt. Eine Urkunde für 30-jährige Zugehörigkeit erhielten Manfred Edenhart, Karl-Heinz Kagermeier, Franz Schindler und Detlef Sturm. Weitere 30 Mitglieder feierten das 25-, 20- und 10-jährige Jubiläum.
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